Aufreger

Lachszüchter in Hagen zittern um die Wasserversorgung

Betriebsleiter Dietmar Firzlaff (links) und der Vorsitzende des Lachsverein Rainer Hagemeyer mussten das gesamte Jahr 2018 bibbern, dass die Mark-E ihrem Projekt die ausreichende Wasserzufuhr abdreht. Am Ende wird ein Kompromiss gefunden und ein neues Miteinander besiegelt. Foto/Archiv:Michael Kleinrensing

Betriebsleiter Dietmar Firzlaff (links) und der Vorsitzende des Lachsverein Rainer Hagemeyer mussten das gesamte Jahr 2018 bibbern, dass die Mark-E ihrem Projekt die ausreichende Wasserzufuhr abdreht. Am Ende wird ein Kompromiss gefunden und ein neues Miteinander besiegelt. Foto/Archiv:Michael Kleinrensing

Hagen.   Der Streit um die ausreichende Wasserzufuhr für die Lachszuchtstation an der Hasper Talsperre eskaliert zu einem handfesten Konflikt.

Zu einem handfesten Konflikt eskaliert 2018 der Streit um die ausreichende Wasserzufuhr für die Lachszuchtstation am Fuße der Hasper Talsperre.

Mark-E hatte vertragsgemäß angekündigt, in Zukunft ledig noch zwei Liter/Sekunde aus dem Stausee abgeben zu wollen. Die Lachsfreunde, die mit ihrem Umweltprojekt bundesweite Aufmerksamkeit genießen, haben inzwischen ihre Aktivitäten jedoch so weit ausgeweitet, dass bis zu acht Liter/Sekunde benötigt werden. Erst zum Jahresende kann der für den Verein existenzielle Streit befriedet werden.

Trinkwasserversorgung gefährdet

„Ohne eine ausreichende Wasserversorgung aus der Talsperre können wir das Projekt nicht mehr wirtschaftlich betreiben“, warnt Vereinsvorsitzender Rainer Hagemeyer im Januar vor drastischen Konsequenzen, falls der kommunal getragene Energieversorger bei seiner kompromisslosen Haltung bleibe.

Während Mark-E die Gefahr sieht, dass aufgrund des Mehrverbrauchs der Fischzuchtanlage die Trinkwasserversorgung der Hagener gefährdet sei, argumentiert der Verein, dass bei einem Zufluss von acht Millionen Kubikmetern pro Jahr ins Hasper Bachtal die etwa 250.000 Kubikmeter für die Lachse nicht nennenswert ins Gewicht fallen würden.

Externe fachliche Begleitung

Als Mark-E letztlich für 40.000 Euro Mess- und Regeltechnik montierte, um dem Verein kontrolliert das Wasser abdrehen zu können, interveniert die Hagener Politik.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz initiierte ein Mediationsverfahren, im Rahmen dessen auch mit externer fachlicher Begleitung geklärt werden sollte, ob sich die Interessen der Lachzucht und des Wasserversorgers nicht miteinander vereinbaren lassen.

Im Dezember kommt es wahrhaftig zu einem für alle Seiten akzeptablen Ergebnis. Der Wasserzufluss wird tatsächlich auf zwei Liter limitiert, aber bei den Züchtern ein Kreislaufsystem mit Klärtechnik für das Wasser installiert. Die Kosten sollen in Zukunft durch den Lachsverkauf erwirtschaftet werden.

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