Landwirtschaft

Landwirt ist froh um Lösung im Streit ums Küken-Schreddern

Beim Osterfest von Landwirt Baumeister am Ostersamstag können die Besucher wieder Küken beobachten.

Beim Osterfest von Landwirt Baumeister am Ostersamstag können die Besucher wieder Küken beobachten.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Landwirt Udo Baumeister aus Breckerfeld freut sich, dass sich im Streit um das Schreddern von Küken eine Lösung abzeichnet.

Die Diskussion um das Schreddern von Küken nimmt mit einem aktuell Interview von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner Fahrt auf. Darüber sprach unsere Redaktion mit Landwirt Udo Baumeister.

Wie denken Sie über das Schreddern von Küken?

Eines regt mich an der Diskussion auf: Es wird der Eindruck erweckt, als würden derzeit männliche Küken in den Betrieben lebendig geschreddert. Das ist nach dem Tierschutzgesetz schon jetzt verboten. Sie werden mit CO2 vergast.

Wie gehen Sie selbst denn mit männlichen Küken um?

Wir züchten ja nicht. Wir werden mit Eintagesküken beliefert, die dann bei uns in separaten Ställen heranwachsen, bis sie rund 17 Wochen alt sind und beginnen, Eier zu legen. Unter den Küken, die geliefert werden, ist ein geringer Anteil an männlichen Tieren. Die dürfen hier unter tausenden Hühnern leben.

Künftig soll es möglich sein, schon die Eier daraufhin zu untersuchen, ob ein weibliches oder ein männliches Küken entsteht. Was halten Sie davon?

Ich bin sehr froh darüber, dass sich da eine Lösung abzeichnet. Mit dem Grundsatz, dass Tiere getötet werden müssen, nur weil sie männlich sind, sollte man sich nicht abfinden. Bislang gab es aber keine Alternativen. Wenn es nun möglich ist, die Eier bereits in den ersten Tagen zu sortieren, bevor überhaupt ein Küken heranwächst, dann kann man das nur begrüßen. Man muss aber auch wissen, dass es nur dank hoher Zuschüsse durch den Bund und intensiver Forschung gelingen konnte, diesen Weg zu finden. Ich kenne kein anderes Land, in dem mit so großem Aufwand nach einer Lösung gesucht wurde.

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