Soziales

Leiterin des Pflegedienstes Breckerfeld nimmt Abschied

Jutta Schmitz, Leiterin des Kirchlichen Pflegedienstes Breckerfeld, geht in den Ruhestand.

Jutta Schmitz, Leiterin des Kirchlichen Pflegedienstes Breckerfeld, geht in den Ruhestand.

Foto: Jens Stubbe

Breckerfeld.  Lange Jahre hat Jutta Schmitz den Kirchlichen Pflegedienst Breckerfeld geleitet. Jetzt geht sie in den Ruhestand.

Sie ist fast Frau der ersten Stunde. Heute schließt sie die Tür zum Büro ein letztes Mal. Mit einem lachenden und einem weinenden Augen. Jutta Schmitz, Leiterin des kirchlichen Pflegedienstes Breckerfeld, ist ab dem 1. Dezember Rentnerin. „Die Arbeit selbst werde ich wohl nicht vermissen“, sagt jene Frau, die im August 1993 ihre Stelle in Breckerfeld angetreten hat, „die Menschen, mit denen ich in all der Zeit zu tun hatte, meine Kollegen, die Patienten, die Angehörigen, schon.“

Bis zu 160 Einsätze hat Jutta Schmitz am Ende koordiniert. Sie hat Dienstpläne geschrieben, Patienten und deren Familien beraten, war verantwortlich für die wirtschaftliche Situation der Station und hat Kolleginnen bei Krankheit in der Pflege vertreten. Lange Jahre von der Station im Obergeschoss des Martin-Luther-Hauses, zuletzt aus den neuen Räumlichkeiten im Altenzentrum St. Jakobus heraus.

Einst Kinderkrankenschwester gelernt

„Aus dem neuen Büro habe ich einen wunderbaren Blick in den Park hinein“, sagt Jutta Schmitz, „alles ist hell und großzügig, wir haben viel mehr Fläche. Ich bin froh, dass ich den Umzug Anfang Juli noch miterlebt habe. Wir sind ein modernes Unternehmen. Das zeigt sich jetzt auch an den Räumen.“

1978 hat Jutta Schmitz ihr Examen gemacht. Der Schwerpunkt, wenn man das so sagen will, lag da eher am Fuß der Alterspyramide. Jutta Schmitz ist gelernte Kinderkrankenschwester. „Ich habe in Dortmund gelernt, dann im Heilig-Geist-Hospital in Haspe gearbeitet“, sagt sie.

Seit 1993 arbeitet Jutta Schmitz in Breckerfeld

Als dann 1993 der kirchliche Pflegedienst gegründet wurde, wurde sie zunächst wegen ihrer Konfession nicht genommen. Zu viele evangelische Pflegekräfte, man suchte Katholiken. Im August desselben Jahres konnte sie dann nachrücken. 17 Jahre später, im Jahr 2000, übernahm sie die Leitung des Pflegedienstes, der heute offiziell unter dem Dach der Diakonie Mark-Ruhr firmiert.

„Menschen zu helfen – so abgedroschen das auch klingen mag –, das hat mich immer angetrieben“, sagt Jutta Schmitz und lächelt, „in der Pflege konnte ich mich da auslassen. Anders als in einer Klinik wird man nicht ständig durch ein klingelndes Telefon oder die nächste Visite unterbrochen. Ich habe immer versucht, einen Beitrag dazu zu leisten, dass Menschen sich trotz ihrer Krankheit wohlfühlen können. Wenn das gelingt, lässt sich manche Gebrechlichkeit besser ertragen.“ Das Sterben, die Begleitung bis zum letzten Tag, ist Teil dieses Berufs.

Die schönen Erinnerungen bleiben

Was bleibt am Ende eines 45-jährigen Berufslebens, sind vor allem die schönen Erinnerungen. „Die meisten Menschen sind unheimlich dankbar, wenn der kirchliche Pflegedienst zu ihnen kommt“, sagt Jutta Schmitz, „und das gibt uns als Team einfach ein gutes Gefühl.“

Dankbar werden wohl auch jene sein, für die sich Jutta Schmitz künftig engagieren will. Sie engagiert sich ehrenamtlich als Fürsprecherin in der Tagespflege. Sie ist Ansprechpartnerin für den Träger und die Gäste. Und sie übernimmt Besuchsdienste bei Geburtstagen.

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