Liebevolle Hommage an die Claire Waldoff

Hohenlimburg.   Kleinkunstbühne Café Fachwerk an der Herrenstraße 4. Das ist das neue Domizil von „Melange“. Dort stand die unvergessene Chansonnette und Schauspielerin Claire Waldoff (21.10.1884 – 22. Januar 1957) im Mittelpunkt. Präsentiert von Maegie Koreen, die sich seit den 1970er- Jahren deren Chansons verschrieben hat.

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Kleinkunstbühne Café Fachwerk an der Herrenstraße 4. Das ist das neue Domizil von „Melange“. Dort stand die unvergessene Chansonnette und Schauspielerin Claire Waldoff (21.10.1884 – 22. Januar 1957) im Mittelpunkt. Präsentiert von Maegie Koreen, die sich seit den 1970er- Jahren deren Chansons verschrieben hat.

Ihre besondere Liebe zu Claire Waldoff unterstrich die Künstlerin dadurch, dass sie im Jahre 1989 in Erinnerung an die legendäre Volkssängerin in Gelsenkirchen die „Claire-Waldoff-Bühne“ gründete, auf der schon weltberühmte Künstler standen.

Aber zurück zum Programm im Café Fachwerk. Hier hieß es zunächst „ausverkauftes Haus“. Klein und gemütlich ist es; eine Enge, die nicht erdrückt, sondern kommunikativ ist.

In Berlin eine Institution

Bekannte Gesichter, die Melange schon ewig die Treue halten, waren vor Ort. „Ich bin begeistert. Nicht nur von dem jetzt gebotenen Programm von Maegie Koreen, auch von der Lokalität, einfach gemütlich und einladend“, versichert Besucherin Ulla Kranz, die die Kleinkunstszene in Hohenlimburg schon jahrelang mit großem Interesse verfolgt.

Mit „Heinrich heeßt er“ fing es an. Ein Lied, welches die jüngere Generation wohl nicht mehr kennen wird. Ein Lied aber, welches in den 1920er Jahren und später nicht nur in Berlin für Furore sorgte.

Es war die damals „kleine“ Claire“, die allen Schwierigkeiten zum Trotz sich durchsetzen konnte.

In Berlin war sie eine Institution. Auch dadurch, dass sie eigene Wortschöpfungen kreierte.

Mit Liebe zum Detail und mit viel verschmitztem Humor gelang es Maegie Koreen, die Biografie von Claire Waldoff vorzutragen. Nicht nur vorgelesen, sie hat sie gelebt. Natürlich durften auch die etwas „koddrigen“ Liedtexte wie „Wer schmeißt denn da mit Lehm“ nicht fehlen. Begeisterter Applaus war ihr sicher. Nach drei musikalischen Zugaben, sie begleitete sich selbst auf der Gitarre, fiel dann der imaginäre Vorhang. Ein vergnüglicher, wenn auch teilweise nachdenklicher Abend, ging viel zu schnell vorüber.

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