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Hagener stirbt nach Messerattacke – Tatverdächtiger gefasst

In Hagen wurde am Montag ein Mann mit Stichverletzungen gefunden.

Foto: Michael Kleinrensing

In Hagen wurde am Montag ein Mann mit Stichverletzungen gefunden. Foto: Michael Kleinrensing

Haspe.   Im Hagener Stadtteil Haspe ist am Montagnachmittag ein 53-Jähriger Mann auf offener Straße erstochen worden. Der Täter (59) stellte sich knapp eineinhalb Stunden später in Gütersloh.

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Noch sind die Hintergründe der Bluttat völlig ungewiss. Die Mordkommission der Polizei Hagen steht erst am Anfang ihrer Ermittlungen. Klar ist: Gegen 16.30 Uhr war es in der Dickenbruchstraße, die von gepflegten Mehrfamilienhäusern geprägt ist, zu der Tat gekommen. Zwei Männer waren in Streit geraten. Zeugen beobachteten, wie der 59-Jährige den 53-Jährigen mit mehreren Messerstichen schwer verletzte, dann in sein Auto stieg und davon raste.

Mehrere Passanten versuchten dem schwer verletzten Mann zu helfen und die schweren Blutungen zu stoppen. Die sofort herbei geeilte Notarztwagen-Besatzung musste ihn vor Ort reanimieren. Letztlich aber erfolglos, der 53-Jährige starb, kurz nachdem er ins Allgemeine Krankenhaus in Hagen eingeliefert worden war. Seine Ehefrau musste mit ansehen, wie ihr Mann blutend auf dem Bürgersteig lag. Sie erlitt einen schweren Schock und musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden.

Tatverdächtiger stellt sich in Gütersloh

Knapp eineinhalb Stunde nach der Tat stellte sich der 59-jährige Tatverdächtige in Gütersloh auf einer Polizeiwache. Warum er dort hin gefahren war und wie er es im Berufsverkehr so schnell dorthin geschafft hatte, konnte Polizeisprecher Sebastian Hirschberg am Montag am Tatort noch nicht sagen.

Das 53-jährige Opfer wohnte mit seiner Ehefrau nach Informationen der WESTFALENPOST schon seit einigen Jahren in der Dickenbruchstraße und führte ein unauffälliges Leben. Bis vor kurzem hatte wohl auch noch ein Sohn mit in der Wohnung gelebt. Das Paar stammt offensichtlich aus dem früheren Jugoslawien. Informationen, nach denen der 59-jährige Tatverdächtige in einer verwandschaftlichen Beziehung zu dem Paar stand, konnte Polizeisprecher Hirschberg nicht bestätigen.

Anwohner der Dickenbruchstraße sind schockiert

Nur etwa 50 Meter von seiner Wohnung entfernt wurde der Mann nun letztlich tödlich niedergestochen. Noch Stunden nach der Tat zeigten sich die Anwohner der Dickenbruchstraße schockiert, Notfallseelsorger kümmerten sich insbesondere um die Augenzeugen. Es ist ein ruhiges Viertel, das an diesem eigentlich sehr schönen Montagnachmittag aus seiner Ruhe gerissen worden ist. Bis in den späten Abend hinein lief die Spurensicherung.

Wann der Tatverdächtige einem Haftrichter vorgeführt wird und ob die Staatsanwaltschaft wegen Mordes oder Totschlags ermitteln wird, ist bislang noch unklar.

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