Rheinkalk

Markante Rheinkalk-Produktionsstätten werden abgerissen

Rheinkalk will die markanten Produktionsstätten abreißen.

Rheinkalk will die markanten Produktionsstätten abreißen.

Foto: WP

Hohenlimburg.   Die Rheinkalk GmbH möchte den Standort an der Dolomitstraße abgeben. Sie hat den Antrag gestellt, die dortigen ehemaligen Produktionsgebäude abzureißen.

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Die Rheinkalk GmbH, mit Sitz in Wülfrath, möchte den 20 Hektar großen Standort an der Dolomitstraße abgeben und hat deshalb an die Stadtverwaltung den Antrag gestellt, die dort stehenden ehemaligen Produktionsgebäude abzureißen. „Inzwischen hat unser Unternehmen von der Stadt Hagen grünes Licht erhalt“, sagte gestern Werksleiter Frank Winkelrät auf Anfrage dieser Zeitung.

Jahre und Jahrzehnte hatte Rheinkalk im Steinbruch an der Hohenlimburger Straße Kalkstein gebrochen, diesen zur Dolomitstraße transportiert und gebrannt. Bis zum Jahr 2008. Zu diesem Zeitpunkt wurde dieser Standort stillgelegt. Acht Jahre später soll nun der nächste Schritt erfolgen: der Abriss der nutzlosen Produktionsstätte.

Vorräte noch für 25 Jahre

Nicht betroffen davon ist die Magnesita Refractories GmbH, die sich auch auf dem Gelände befindet und Baustoffe anbietet. Erhalten bleibt nämlich auch der Steinbruch an der Hohenlimburger Straße. Nach vorsichtigen Schätzungen, so Winkelrät, reichen die Vorräte dort für 25 Jahre.

„Als ich am Freitag die Aussage von Bilstein-Geschäftsführer Marc Oehler in der Zeitung gelesen habe, dass Hagen dringend neue Gewerbegebiete benötige, hat es sofort geklingelt“, sagte Peter Leisten, Fraktionssprecher der CDU in der Bezirksvertretung, im Gespräch mit dieser Zeitung. Deshalb hat er ein Arbeitspapier erstellt, das er als Antrag für die Sondersitzung der Bezirksvertretung am Mittwoch, 28. September, auch an Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss gerichtet hat. „Viele mittelständische Unternehmen sehen an Volme und Lenne nur bedingt Ansiedlungs-, Verlagerungs- oder Expansionsmöglichkeiten. Durch die Betriebsaufgabe der Rheinkalk an der Dolomitstraße ergibt sich nunmehr die Chance, neue Entwicklungsflächen in der Metallverarbeitung zu erschließen“, ergänzt Willi Strüwer. „Sobald entsprechende Flächen ausgewiesen werden können, führt das mittelfristig zu Neuansiedlungen, zu Investitionen und zu neuen Arbeitsplätzen.“ Strüwer verweist dabei auf die Erschließungsmaßnahmen in Herbeck, im Sudfeld und auch am Hammacher.

Autohof ansiedeln

Peter Leisten bringt noch eine weitere Idee ins Spiel für das rund 20 Hektar große Areal. Die Ansiedlung eines Autohofes. Bekanntlich hat die Stadtverwaltung trotz intensiver Bemühungen bislang dafür noch keine Fläche gefunden. Der Standort wäre, so Leisten, angesichts der Nähe zu den Autobahnen A 1, A 45 und A 46 nahezu ideal. Allerdings müssten dazu am Hammacher weitere Aus- und Auffahrten geschaffen werden. Ob Straßen NRW dabei mitspielt?

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