Umwelt

„Masterplan Grün“ gegen die dicke Luft in Hagens Innenstadt

Hagen soll eine grüne Stadt bleiben.

Hagen soll eine grüne Stadt bleiben.

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen.  Die seit Jahren vorangetriebenen Bemühungen der Umweltverwaltung, die Luftqualität in der Hagener Innenstadt durch unterschiedliche Maßnahmen zu verbessern, um den von der EU geforderten Gesetzesrahmen einhalten zu können, werden jetzt um eine zusätzliche Facette erweitert.

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Die seit Jahren vorangetriebenen Bemühungen der Umweltverwaltung, die Luftqualität in der Hagener Innenstadt durch unterschiedliche Maßnahmen zu verbessern, um den von der EU geforderten Gesetzesrahmen einhalten zu können, werden jetzt um eine zusätzliche Facette erweitert: Nach der Einführung der Umweltzone und des Lkw-Routenkonzepts sowie der konsequenten Umrüstung der Linienbusse soll durch eine konsequentere Begrünung des Straßenraums sowie der Fassaden versucht werden, die Rahmenbedingungen in den dicht besiedelten Flusstälern der Stadt weiter zu verbessern.

Vor diesem Hintergrund warf der Rat in seiner jüngsten Sitzung einen ersten politischen Stein ins Wasser, um die Stadtverwaltung einen „Masterplan Grün“ erarbeiten zu lassen. Ziel ist es, ein stringentes Konzept zu entwickeln, um mit Hilfe intelligenter Bepflanzungen die Feinstaub- und Stickoxidproblematik in den Griff zu bekommen.

„Dieser ,Masterplan Grün’ wird vom Landschaftsbeirat ausdrücklich begrüßt – er geht in die richtige Richtung“, unterstreicht Wilhelm Bögemann, Vorsitzender des Gremiums. Dort war bereits vor einem halben Jahr ein Impulspapier „Natur in der Stadt 2025“ auf den Weg gebracht worden.

Zweifel an personeller Stärke

„Es ist ein Umdenkungsprozess in Gang gekommen, auch die Natur für Klimaverbesserungen zu nutzen.“ Gleichzeitig warnt Bögemann davor, mit der Beschlussfassung im Stadium eines Papiertigers zu verharren, und fordert, den Masterplan jetzt auch mit Leben zu füllen: „Ich habe nämlich Zweifel, dass unsere Verwaltung bei der personellen Ausstattung ein Entwicklungskonzept ,Masterplan Grün’ zeitgerecht erstellen kann.

Sach- und fachkundige Akteure sollten sich zusammenfinden, um den Masterplan zu erarbeiten. Die Verwaltung kann hier die Moderatorenrolle übernehmen“, drängt der Landschaftsbeiratsvorsitzende darauf, die relevanten Gruppen in dieser Stadt in den Entwicklungsprozess konstruktiv einzubinden. „Maßnahmen, die der Bürger nicht akzeptiert, sind zum Scheitern verurteilt.“

Sofortmaßnahmen vonnöten

Gleichzeitig regt Wilhelm Bögemann an, die gerade erste fertig gewordene neue Baumschutzsatzung in das Gesamtwerk „Masterplan Grün“ einzubinden.

Aber Bögemann schlägt auch Sofortmaßnahmen vor, die bereits vor Abschluss des politischen Prozesses in Angriff genommen werden könnten: „Zur Klimaverbesserung ist es unabdingbar, im Bahnhofsviertel und in den besonders klimaschädlichen Straßenschluchten mit begrünten Dächern, Fassaden und zusätzlichen Bäumen anzufangen. Ein Programm ,100 grüne Dächer, 100 grüne Fassaden, 200 neue Bäume’ könnte auch Bestandteil des Masterplans sein“, empfiehlt der Landschaftsschützer.

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