Pfadfinder

Mini-Pfadfindergruppe in Hohenlimburg ein voller Erfolg

In Hohenlimburg ist eine Pfadfindergruppe für Drei- bis Sechsjährige gegründet worden auf dem Foto fehlt die Leiterin Franziska Krake. Links ist Tanja Muennich zu sehen, rechts Vanessa Lemanscheck

In Hohenlimburg ist eine Pfadfindergruppe für Drei- bis Sechsjährige gegründet worden auf dem Foto fehlt die Leiterin Franziska Krake. Links ist Tanja Muennich zu sehen, rechts Vanessa Lemanscheck

Foto: Frauke Höller

Hohenlimburg.   Vier- bis sechsjährige Kinder können jetzt bei den Pfadfindern in Hohenlimburg mitmachen. Ein Konzept mit Potenzial, denn die Gruppe wächst.

Theorie lernen, soziale Kontakte knüpfen, sich draußen bewegen – und das für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren. Diese Möglichkeit gibt es jetzt – und zwar bei der „Biber“-Gruppe der Hohenlimburger Pfadfinder . Seit Ende Januar 2019 arbeiten drei Gruppenleiterinnen mit zwölf Kindern und lernen mit ihnen das „Pfadfinden“. Jetzt absolvierten die Kinder ihr erstes „Pfadfinderversprechen“.

Was machen eigentlich Pfadfinder? Wie lerne ich theoretisches Wissen und bewege mich gleichzeitig draußen? Wie finde ich Freundinnen und Freunde außerhalb des Kindergartens und der Schule? Und wie lerne und lebe ich im Alter von vier bis sechs Jahren soziale Werte?

Projekt selbst ausgesucht

Fragen, an deren Antworten Tanja Muennich, Vanessa Lemanscheck und Franziska Krake als Leiterinnen der neuen Pfadfindergruppe, den „Bibern“, arbeiten. Gemeinsam mit zwölf Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren treffen sie sich einmal die Woche in einer „Gruppenstunde“ im „Pfadfinderheim“, im Petrus-Canisius-Haus an der Katholischen Kirche St. Bonifatius. Die neue Pfadfindergruppe ist seit Ende Januar diesen Jahres die jüngste Gruppe der Hohenlimburger Pfadfinder, die der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) angehören.

„In den ersten drei, vier Wochen haben wir uns alle kennengelernt“, erklärte Tanja Muennich. „Da haben wir versucht, der Frage auf den Grund zu gehen, was Pfadfinder eigentlich sind und was sie machen.“

Daraufhin folgte das erste Projekt der „Biber“, für das sie sich selbst ein Thema aussuchen konnten. „Wir haben mit den Kindern eine Art Galeriegang gemacht, in dem wir ihnen verschiedene Themen vorgestellt haben. Dabei hat sich der Großteil für das Thema ‚Bienen‘ entschieden“, erzählt Vanessa Lemanschek. „Damit aber alle Kinder zufrieden sind, sollten sich die Kinder, die für das Thema Bienen waren, Argumente überlegen, um die anderen Kinder von dem Thema zu überzeugen. Und das hat funktioniert.“

Nach der Wahl des Themas folgten Inhalte für das Projekt. Die Kinder bastelten und malten, machten Salat mit Honig, erstellten selbst Bienenwachstücher und bekamen in einer Gruppenstunde Besuch von einem Imker.

Soziale Werte im Mittelpunkt

Nach den ersten drei Monaten gaben die Kinder dann vor dem Lagerfeuer an der Kirche und in Begleitung ihrer Familien in Dreiergruppen ihr erstes „Pfadfinderversprechen“ ab. „Das ist eine Art indirektes Gelöbnis, bei dem die Kinder versprechen, auf soziale Werte immer acht zu geben“, sagte Vanessa Lemanschek, „da geht es um schlichte Dinge, wie den Müll nicht auf den Boden zu werfen oder freundlich miteinander umzugehen. Vor so einem Versprechen muss man sich natürlich fragen, welche Werte in diesem Alter umgesetzt werden können.“

>> HINTERGRUND: Das sagen Eltern und Kinder

  • Ein besonderer Erfolg für die Hohenlimburger Pfadfinder ist der große Zuwachs für ihren Stamm. Mit den Bibern selbst und durch ihre positiven Erfahrungen und Erzählungen haben sich fünf weitere Geschwister angemeldet, die dem Pfadfinderstamm ebenfalls beitreten wollten. Das ist insgesamt ein Zuwachs von 17 Kindern.
  • Bei den Kindern und den Eltern der Bibergruppe kommt das Pfadfinden sehr positiv an. Michael Kremper: „Meine Tochter hat vorher viel Ballett getanzt, bis sie nicht mehr gerne dahin gegangen ist. Bei den Bibern ist sie jetzt sehr glücklich. Sie schätzt die Gemeinschaft und mag die Leiterinnen gerne. Für sie ist es reizvoll, dass sie Wissen und Bewegung vermitteln kann.“
  • Tochter Matilda Kremper (5 Jahre), sagte „Wir haben uns versprochen, dass wir alle Freunde sind. Dass wir nicht aufgeben und unseren Müll nicht in die Gegen werfen.“
  • Svea Grund (5 Jahre ) sagte: „Wir haben schon gebastelt, gemalt und uns hat ein Imker besucht. Da haben wir selbst Honig aus einer Bienenwabe mit dem Finger gegessen. Das war toll.“
  • Kontakt zu den Pfadfindern kann man aufnehmen unter vorstand@dspg-hohenlimburg.de

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben