Mit Gleichgesinnten an den eigenen Geschichten gearbeitet

Hagen.   Birgit Ebbert hätte so etwas gerne gehabt, als sie noch ein Mädchen war, aber schon unbedingt Schriftstellerin werden wollte. Aber es gab keine Gruppe mit etwa gleichaltrigen Gleichgesinnten, mit denen sie sich ungezwungen über ihre Text-Ideen und Entwürfe hätten unterhalten können.

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Birgit Ebbert hätte so etwas gerne gehabt, als sie noch ein Mädchen war, aber schon unbedingt Schriftstellerin werden wollte. Aber es gab keine Gruppe mit etwa gleichaltrigen Gleichgesinnten, mit denen sie sich ungezwungen über ihre Text-Ideen und Entwürfe hätten unterhalten können.

Die Hagener Autorin hat nun das ermöglicht, was sie selbst nicht hatte: eben solch eine Gruppe. Und zwar mit Hilfe der „Initiative Schreibland NRW“, die vom Literaturbüro NRW unterstützt wird. Jetzt haben die rund 20 Jugendlichen, die seit Anfang des Jahres an den Gruppentreffen teilgenommen haben, bei einer öffentlichen Lesung in der Stadtbücherei Kostproben aus ihren Werken präsentiert. Und das kam beim Publikum gut an.

Guter Austausch

Ronja Rohen (15) gehörte dazu. „Ich hatte den Aufruf gelesen und bin dann gleich mit meiner Freundin Zoey dahin gegangen.“ Und sie hat den Schritt nicht bereut. Obwohl sich fast niemand aus der Gruppe vorher kannte, habe gleich eine angenehme Atmosphäre geherrscht: „Das war alles sehr offen, man ist sofort ins Gespräch gekommen. Und von den anderen sind dann auch Anregungen gekommen.“

Ronja Rohen hatte vorher schon verschiedene Texte verfasst, gern aus dem Bereich Fantasy. Hier hatte sie sich aber sofort vorgenommen, etwas anderes auszuprobieren und eine Kurzgeschichte mit einem realistischen Bezug zu schreiben: „1963“ heißt die Kurzgeschichte. Und sie handelt von zwei Geschwistern, die während der Zeit des Eisernen Vorhangs von Ost- nach Westdeutschland fliehen. „Aus der Gruppe sind immer wieder Anstöße gekommen“, so die 15-Jährige. Schauspielerin zu werden, das ist der große Traum von Ronja Rohe: „Dafür arbeite ich hart.“ Aber sie kann sich auch vorstellen, tatsächlich Schriftstellerin zu werden. Und sei es neben der Schauspielerei.

Birgit Ebbert hört das gerne. Sie freut sich auch, dass etwa ein Viertel der Teilnehmer Jungen waren. Sie hofft, dass es bald eine Fortsetzung des Projekts geben kann, wenn „Schreibland NRW“ fortgesetzt wird. „Unabhängig davon werde ich aber am 2. September und am 7.Oktober zwei Treffen anbieten.“

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