Motivations-Coach

Motivations-Coach aus Hagen ist internationale Marke

Biyon Kattilathu ist vom Motivationspsychologen zum Werbeträger gewachsen. Ihm ist wichtig, dass er das von Hagen aus geschafft hat und dafür nicht in eine Metropole musste.

Biyon Kattilathu ist vom Motivationspsychologen zum Werbeträger gewachsen. Ihm ist wichtig, dass er das von Hagen aus geschafft hat und dafür nicht in eine Metropole musste.

Foto: Biyon Kattilathu

Hagen.   Internationale Firmen wie Schwarzkopf und Bosch vertrauen dem Hagener Motivator Biyon Kattilathu. Besondere Bindung zu seiner Heimatstadt.

Die Marke, so muss man das, was er tut, mittlerweile nennen, ist schnell gewachsen. Vor gut zwei Jahren, da ging der promovierte Motivationspsychologe Biyon Kattilathu los und versuchte Menschen bei Vorträgen, in Einzel-Coachings und über Videobotschaften von einer im Prinzip jahrtausendealten Botschaft zu überzeugen: „Für sein persönliches Glück ist man selbst verantwortlich.“

Knapp über zwei Jahre später setzen internationale Firmen wie Schwarzkopf oder Bosch auf Kattilathus Fähigkeiten, um ihre Mitarbeiter zu stärken. Der Hagener spricht auf der ganzen Welt und ist das, was die digitale Welt einen „Influencer“ nennt – eine Person, die wegen ihrer Präsenz und ihres Einflusses als Werbeträger in Betracht kommt. „Das alles von Hagen aus“, sagt der 34-Jährige, „das ist mir wichtig. Um etwas zu werden, musst du hier nicht weg.“

Motivator arbeitet auch mit Spielern von Borussia Dortmund

Ein großer deutscher Verlag hat die Angel nach Kattilathu ausgeworfen. „Slum-Glück“ oder „Rikscha-Geschichten“ soll das Buch heißen, das Kattilathu auf den Markt bringen soll, und für das ein so großes Haus bereit ist, so viel Vorschuss zu zahlen, wie manche nicht im Jahr verdienen. Es soll vom Glück im Kleinen handeln. Das klingt so kinderleicht. Und das ist es im Prinzip auch. Aber Kattilathu unterfüttert seine Glücksgeschichten immer wieder mit fundierten Kenntnissen aus der Psychologie. Das macht die Inhalte zum einen halbwegs wissenschaftlich, zum anderen total alltagsnah.

Neulich hat er im Keller, quasi am Bügelbrett, ein Hörbuch aufgenommen. „Glücksgeschichten“ hat er es genannt. Über einen Internetanbieter ließ er mit Vorsicht nur 500 auf CD pressen. Als er von einer Dienstreise zurückkam, gab es plötzlich über 4000 Bestellungen, am Ende wurde das Hörbuch über 5000-mal verkauft. Es kletterte von null auf Platz vier in der Spiegel-Bestseller-Liste. Er arbeitete mit Spielern von Borussia Dortmund, er vermittelt großen Firmen das Wertegefühl, das es braucht, um erfolgreich zu sein. Er ging auf Tour nach Köln, Hamburg, Berlin und Dortmund und unterhielt mit „Motivations-Entertainment“. Stets ausverkauft.

Angebot vom Fernsehen abgelehnt

Mit einem einzelnen Posting auf Facebook erreicht er im Nu 12 Millionen Menschen. Für ihn ein sogenanntes Win-win-Geschäft. „Ich kann meine Botschaft und meine Inhalte verbreiten und große Firmen, die zu mir passen, nutzen diese Reichweiten, um Werbung zu platzieren.“ So gehört Mercedes Jürgens aus Hagen beispielsweise zu seinen Partnern.

Eine große deutsche Fernsehproduktionsfirma wollte ihn für knapp zehn Jahre unter Vertrag nehmen und ihn zu einer Motivations-Comedy-Figur aufbauen. Kattilathu lehnte ab. Er will flexibel und trotz aller vertraglichen Verbindungen halbwegs unabhängig bleiben.

Die besonderer Bedeutung der Heimatstadt Hagen

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass derzeit alles Gold wird, was der Hagener Biyon Kattilathu anfasst. „Ja, ich bin gewachsen, wenn man es unternehmerisch ausdrückt“, sagt er. Aber damit auch das Risiko. Er habe auch schon eine Menge falsche Entscheidungen getroffen, an manchen Stellen zu viel verdientes Geld falsch eingesetzt und nicht den gewünschten Effekt erreicht.

Seine Marke hat Kattilathu von Hagen aus aufgebaut. „Hier habe ich in meiner Heimatstadt ein funktionierendes Netzwerk. Von Freunden bis zum Steuerberater“, so Kattilathu, „es zählt nicht, wo du etwas machst, sondern dass du gut bist, in dem, was du machst. Ich gehöre hier hin, und ich werde auch weiter hier bleiben.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben