Kultur

Musikschule möchte kreative Leidenschaft der Kinder erhalten

Musik hautnah erlebten die Besucher der Max-Reger-Musikschule.

Foto: Alex Talash

Musik hautnah erlebten die Besucher der Max-Reger-Musikschule. Foto: Alex Talash

Hagen.   Ob klassisch oder modern, ob Rock oder Jazz – das gesamte Spektrum der Musik fand sich am Samstag in der Max-Reger-Musikschule wieder. Auf sieben Räume verteilt, präsentierten die Schüler die erlernten Musikstücke. Da ging es vom rhythmischen Zupfen bis hin zum sanften Streichen und melodischem Singen. Der bunte Schmuck aus Luftballons und ein Catering der evangelischen Jugendhilfe machten das Treiben perfekt.

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Ob klassisch oder modern, ob Rock oder Jazz – das gesamte Spektrum der Musik fand sich am Samstag in der Max-Reger-Musikschule wieder. Auf sieben Räume verteilt, präsentierten die Schüler die erlernten Musikstücke. Da ging es vom rhythmischen Zupfen bis hin zum sanften Streichen und melodischem Singen. Der bunte Schmuck aus Luftballons und ein Catering der evangelischen Jugendhilfe machten das Treiben perfekt.

Doch ist die zahlreiche Beteiligung an dem umfangreichen Programm als selbstverständlich anzusehen? „Es hat sich ein sehr trauriger Trend eingeschlichen, der uns ganz schön zu schaffen macht. Durch den Ganztagsunterricht fehlt den Kindern und Jugendlichen die Zeit, aber auch die Motivation, ein Musikinstrument erfolgreich zu erlernen. Wir suchen nach Lösungen, um dieser Zeitnot entgegenzuwirken. Unter anderem helfen dabei die Kooperation mit einigen Schulen und der Unterricht in den jeweiligen Stadtteilen der Schüler. Denn Kunst mit Stoppuhr gibt es einfach nicht!“ So äußerte sich Helmut Schröder, Leiter der Max-Reger-Musikschule, zu dem aktuellen Problem.

Einfluss der Medien

Doch nicht nur das Schulsystem, sondern auch die neuen Medien beeinträchtigten das Interesse am Musizieren. Dies erkenne man besonders an den Schülern aus den Ländern, in denen die technische Entwicklung zurückliegt. „Sie investieren die Zeit, die sie sonst am Handy oder Computer verbringen würden, ins Üben und selbst Musizieren“, erklärte Schröder weiter. Heutzutage rücke das Zugucken oder Zuhören immer weiter in den Vordergrund. Die Vorstellung, selbst die Initiative zu ergreifen und einer der Darsteller zu sein, veralte unaufhörlich. Doch genau das sei die Intention der Musikschulen und halte diese am Leben.

Auch die Eltern der Kinder und Jugendlichen betonten die Wichtigkeit einer solchen musikalischen Ausbildung. Sonja Höhm (46) machte deutlich: „Das Spielen in einem Orchester fördert die geistige Entwicklung meines Kindes, aber auch die individuelle Entwicklung innerhalb einer Gemeinschaft.“ Eine andere Mutter, Nicole Nadarzy (44), antwortete prompt auf die Frage nach dem Zeitmangel ihres Kindes, mit dem Sprichwort „Was nicht passt, wird passend gemacht!“ Somit wäre zumindest für diese Eltern das Problem aus der Welt geschafft.

Zahlreiche Mitwirkende

Trotz dieser großen und kleinen Schwierigkeiten spiegelte sich die immer währende Begeisterung an der Musik in dem vielfältigen Programm des Hagener Musikschulfestes wider. Der Wunsch der zahlreichen Mitwirkenden, ihre Freude am Musizieren zu teilen, gelang auf ein Neues.

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