Kunst in Hagen

Nach drei Jahren Pause: Ausstellung im Roten Haus in Hagen

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Kuratorin und Kunsthistorikerin Petra Holtmann und Rechtsanwalt Wolfgang Zwiehoff freuen sich, zur Ausstellung „Retro-Perspektive" ins Rote Haus einzuladen. 

Kuratorin und Kunsthistorikerin Petra Holtmann und Rechtsanwalt Wolfgang Zwiehoff freuen sich, zur Ausstellung „Retro-Perspektive" ins Rote Haus einzuladen. 

Foto: Rotes Haus

Hagen.  Nach drei Jahren wird im Roten Haus in Hagen wieder ausgestellt. Was die Besucher der Werkschau „Roswitha Lüder - Retro-Perspektive“ erwartet.

Sie ist eine international anerkannte Malerin und hat sich auch im Bereich Kunst am Bau einen Namen geschaffen: Roswitha Lüder, die in diesem Jahr ihr 85. Lebensjahr vollendet.

Zahlreiche Arbeiten der Künstlerin sind ab Freitag, 15. Oktober, im Roten Haus zu sehen. In der Kanzlei Advomano in der Neumarktstraße 2c in Hagen wird dann die Ausstellung „Retro-Perspektiven“ eröffnet.

„Die in Langenfeld im Rothaargebirge geborene Roswitha Lüder gilt als eine der wichtigsten Malerinnen des deutschen Informel der 1960er bis 1980er Jahre“, sagt Petra Holtmann.

68 abstrakte Werke

Die Kunsthistorikerin hat die Ausstellung mit 68 abstrakten Werken im Roten Haus kuratiert. „Wir zeigen Arbeiten, die zwischen 1957 bis 2019 entstanden sind. Die Malerin hat auch heute noch in der Kunstszene einen Namen und etliche ihrer Werke sind in Museen in ganz Deutschland sowie in privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten“, ergänzt die Kuratorin.

Roswitha Lüder besuchte in den 1950er Jahren die Werkkunstschule Wuppertal, 1957 heiratete sie den Maler Rudolf Vombek, mit dem sie bis zu dessen Tod vor 13 Jahren in Herdecke zusammenlebte und arbeitete.

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Das Künstlerpaar machte sich in der Region einen Namen. 1963 erhielt Roswitha Lüder den Förderpreis zum „Karl-Ernst-Osthaus-Preis“, im gleichen Jahr stellte sie gemeinsam mit ihrem Mann im Osthaus-Museum aus.

Auch in Hagen ist Lüder mit Kunstwerken vertreten. So schuf sie 1965 zwei Bleiglasfenster für die neu errichtete Matthäuskirche.

Gleichgewicht zwischen Konstruktion und Gefühl

Was ihre Arbeiten charakterisiert? Häufig setzt die Künstlerin Farbflächen in ein Spannungsverhältnis zu organischen Formen. „Sie schafft es, ein Gleichgewicht herzustellen zwischen Konstruktion und Gefühl“, so Holtmann.

Die Ausstellung „Retro-Perspektive“ läuft über neun Monate im Roten Haus. „Wir sind froh, nach knapp drei Jahren endlich wieder zu einer Ausstellung einladen zu können“, sagt Rechtsanwalt Wolfgang Zwiehoff.

Ursprünglich war die Lüder-Ausstellung für März 2020 vorgesehen, doch Corona machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Die letzte Ausstellung im Roten Haus war jene mit Werken des ehemaligen Bühnenmalers und Plastikers Peter Blindert. Die Werkschau war Ende 2018 eröffnet worden, ein Jahr vor dem Tod des beliebten Hagener Künstlers.

„Retro-Persepektive“ wird am Freitag, 15. Oktober, um 19 Uhr eröffnet. Einführende Worte spricht Rouven Lotz, Direktor des Emil-Schumacher-Museums. Interessierte sind eingeladen. Die Corona-3-G-Regeln sind zu beachten.

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