Sicherheit

Nach jahrelangem Provisorium Fluchttreppe für Schule Berchum

Die Zeit der Nottreppe soll in den kommenden Tagen an der Grundschule Berchum vorbei sein.

Foto: Volker Bremshey

Die Zeit der Nottreppe soll in den kommenden Tagen an der Grundschule Berchum vorbei sein. Foto: Volker Bremshey

Berchum  Jahrelanges Provisorium an der Grundschule Berchum hat bald ein Ende. Neuer Fluchtweg am Hohenlimburger Rathaus sorgt indes für Heiterkeit.

. Was lange währt, soll in den kommenden Tagen endlich gut werden. Denn dann möchte die städtische Gebäudewirtschaft Hagen die seit fast vier Jahren von der Hohenlimburger Bezirksvertretung geforderte Not- und Rettungstreppe an der Grundschule Berchum aufbauen.

Bislang müssen die Berchumer Grundschüler bei einem Feuer über einen provisorischen Fluchtweg in Sicherheit gebracht werden. Dieser wird von Bauzäunen eingegrenzt und führt über ein mit Dachpappe belegtes Flachdach zu einer Nottreppe, über die sich die Mädchen und Jungen im Ernstfall in Sicherheit bringen sollen.

Personalmangel in der Verwaltung

Dass das kein Dauerzustand sein kann und eine vernünftige Lösung gefunden werden muss, ist seit Jahren eine Herzensangelegenheit von Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss, der deshalb nicht nur in den Sitzungen der Bezirksvertretung immer wieder die Bedeutung eines sicheren Fluchtweges für die Kinder herausstellte, sondern auch in zahlreichen Gesprächen mit den Mitarbeitern der Gebäudewirtschaft Hagen.

Diese musste im Sommer einräumen, dass aufgrund des herrschenden Personalmangels in der Verwaltung und langen Wartezeiten für das benötigte Material der Aufbau der Treppe noch einmal bis zu den Herbstferien verschoben werden müsse. Auch dieser Termin konnte nicht eingehalten werden.

Doch jetzt soll zeitnah eine Umsetzung der Pläne erfolgen, wie die Stadt auf Anfrage der WESTFALENPOST erklärt. „Die Fundamente sind gelegt und müssen noch austrocknen“, sagt Stadt-Pressesprecher Karsten-Thilo Raab. „Dann soll mit dem Aufbau der neuen, sicheren Treppe begonnen werden.“ Anschließend werde die Tür, die den Kindern die Flucht aus den Klassenzimmern ermögliche, eingesetzt. Und dann erfolge die Bauabnahme des Projektes. „Wenn die Mitarbeiter des Bauordnungsamtes grünes Licht geben, kann mit dem Abbau des Provisoriums begonnen werden.“ Eine schier unendliche Geschichte um eine Nottreppe hat dann ein Ende gefunden.

Fluchtweg für Turner

Dass es mit der Schaffung von Fluchtwegen zur Sicherheit der Mitarbeitern nicht immer Jahre dauern muss, hat die Verwaltung am Hohenlimburger Rathaus bewiesen. Dort sorgt die neue „Notfalltreppe“ bei den Besuchern allerdings für Heiterkeit. Um diese nutzen zu können, müssen die städtischen Mitarbeiter, die sich bei einem Ernstfall in den Büroräumen im Erdgeschoss aufhalten, nämlich im Inneren des Gebäudes sportliche Höchstleistungen erbringen, um auf eine schmale Fensterbank zu gelangen, um dann durch das geöffnete Fenster die „Leiter“ zu nutzen. Dazu sind turnerische Qualitäten keine schlechte Voraussetzung.

>> HINTERGRUND: Aktuell einzügig

  • Die Grundschule Berchum-Garenfeld liegt „Auf dem Blumenkampe 3“. In reizvoller Lage oberhalb des Dorfes auf einem Sonnenplateau.
  • Die Schule wird aktuell einzügig geführt. Kommissarische Schulleiterin ist Annette Brenscheidt, die zu Beginn des neuen Schuljahres Martina Rißmann abgelöst hat.

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