Unfall

Nach schwerem Unfall ist Fünfjähriger außer Lebensgefahr

Gegen diesen Bus der Hagener Straßenbahn prallte der fünfjährige Junge.

Foto: Alex Talash

Gegen diesen Bus der Hagener Straßenbahn prallte der fünfjährige Junge. Foto: Alex Talash

Altenhagen.   Das fünfjährige Kind, das am Donnerstagmittag in Altenhagen auf die Straße lief und gegen einen Bus prallte, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

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Tragisches Unglück am Donnerstagmittag um 12 Uhr an der Straßenecke Zollstraße/Altenhagener Straße. Ein fünfjähriger Junge rannte vom Bürgersteig auf die Fahrbahn und wurde von einem Bus der Hagener Straßenbahn erfasst. Er prallte frontal in die große Windschutzscheibe eines Gelenkbusses und wurde zu Boden gestoßen. Bei dem Unfall wurden insgesamt sieben Menschen verletzt.

Neben dem fünfjährigen Jungen wurden sechs Insassen des Straßenbahn-Busses verletzt, als das Fahrzeug stark bremste. Drei wurden mit einem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Drei weitere wollten sich selbst in Behandlung begeben. Das schwer verletzte Kind musste zunächst in einem Rettungswagen an der Unfallstelle vorbereitet werden, um anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Dortmund geflogen zu werden.

Der Gesundheitszustand des Kindes habe sich am Freitagmorgen nach Angaben der Polizei stabilisiert. Demnach besteht keine Lebensgefahr mehr. Der Fünfjährige könne nach Auskunft der behandelnden Ärzte in Kürze von der Intensiv- auf eine Kinderstation verlegt werden.

2013 starb hier eine Frau

Zwar galt die Altenhagener Straße an dieser Stelle lange Zeit als Gefahrenschwerpunkt und war viele Monate Gegenstand von öffentlichen Diskussionen, weil Anlieger sich dafür stark machten, dass Tempo 30 statt Tempo 50 an dieser Stelle gelten solle. Im Dezember 2013 war eine damals 38-Jährige zwischen den Einmündungen Zollstraße und Spichernstraße von einem Grünstreifen kommend unvermittelt auf die Fahrbahn der Altenhagener Straße gelaufen. Der Fahrer eines Fords, der Richtung Altenhagener Brücke unterwegs war, versuchte noch, der Frau auszuweichen. Dennoch wurde die Fußgängerin auf die Motorhaube, dann gegen die Windschutzscheibe und schließlich auf die Fahrbahn geschleudert. Sie starb später im Krankenhaus an ihren Verletzungen.

Mittlerweile ist Tempo 30 zur Wirklichkeit auf der Altenhagener Straße geworden, daneben sorgen Zebrastreifen dafür, dass Fußgänger die Straße sicher überqueren können. Gestern traf den Fahrer des Linienbusses (51) nach aktuellem Kenntnisstand keine Schuld. „Das kleine Kind ist einfach auf die Straße gelaufen“, sagt Polizeisprecher Ulrich Hanki.

Die Polizei musste den Bereich der Altenhagener Straße bis 13.40 Uhr sperren.

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