Neues Gesetzbuch

Nähtipps für Laien und Profis

Hat ein Buch über das Nähen geschrieben: Inge Szoltysik-Sparrer, Vorsitzende des Bundesverbandes der Maßschneider

Foto: privat

Hat ein Buch über das Nähen geschrieben: Inge Szoltysik-Sparrer, Vorsitzende des Bundesverbandes der Maßschneider Foto: privat

Hohenlimburg.   Inge Szoltysik-Sparrer, Vorsitzende des Bundesverbandes der Maßschneider, hat ein amüsantes „Näh-Gesetzbuch“ geschrieben.

Nähen erlebt eine Renaissance. „Es liegt voll im Trend und macht glücklich.“ Das schreibt Inge Szoltysik-Sparrer in ihrem Erstlingswerk „NähGB“. Das Nähgesetzbuch ist jetzt druckfrisch auf dem Markt.

Mit diesem Buch ist für die Vorsitzende des Bundesverbandes der Maßschneider ein Traum wahr geworden, das in inzwischen in 44 Berufsjahren erworbene Know-how zusammenzufassen und an Nähbegeisterte weiterzugeben. An die ältere Generation und insbesondere an die jüngere. „Ich habe deshalb viel Herzblut in dieses Buch einfließen lassen“, betont sie.

Lange musste die Hohenlimburgerin nicht überlegen, als im Spätherbst des vergangenen Jahres der „frechverlag“ anfragte, ob sie nicht ein Buch zum Thema „Nähen“ schreiben wolle. Hintergrund dafür war der große Erfolg der vom Fernsehsender „Vox “ ausgestrahlten Staffel „Geschickt eingefädelt“. Zusammen mit dem international bekannten Modedesigner Guido Maria Kretschmer kürte sie im vergangenen Jahr mit großem Erfolg in zwei Staffeln die besten Hobbyschneider.

Weihnachten 2016 begonnen

Inge Szoltysik-Sparrers Aufgabe in dieser Näh-Show war es, mit ihrer fundierten Sachkompetenz die von den talentierten Teilnehmern gefertigten Kleidungsstücke zu beurteilen. Und das machte die Schneidermeisterin, die im fast jugendlichen Alter von 22 Jahren am 12. März 1981 die Meisterprüfung bestand, so perfekt, dass der in Stuttgart beheimatete Verlag nachfragte, ob sie sich als Buchautorin nicht weitere Meriten erwerben wolle. „Ich musste nicht lange über dieses Angebot nachdenken“, versichert die stellvertretende Landesinnungsmeisterin, die sich noch zu genau an den Tag erinnert, als sie die ersten Zeilen auf der PC-Tastatur schrieb. „Es war an Weihnachten 2016. Da hatte ich Zeit und Muße.“

Die folgenden Wochen und Monate waren geprägt von einer Doppelaufgabe. Zusätzlich zu den beruflichen Verpflichtungen in ihrem Modeatelier am Alten Henkhauser Weg 17a stand die Herausforderung, bis Ostern 2017 dem Verlag die fertigen Texte unter dem Arbeitstitel „NähGB - Nähgesetzbuch“ liefern zu müssen. Und das gelang perfekt. „Das ganze Buch ist geflossen. Ich habe meine langjährigen Erfahrungen niedergeschrieben“, erzählt sie von ihrem beruflichen Ausflug in die für sie bislang unbekannte Welt der Autoren.

Kurzweilig und lesenswert

Ebenso kurzweilige wie lesenswerte Hilfestellungen – auch für handwerklich weniger geschickte Personen – hat die Hohenlimburgerin in vier Monaten niedergeschrieben. Auf fast 180 Seiten untergliedert in neun Kapiteln und 62 Paragraphen: von Kapitel 1 „Nähmaschinenteile“ (Paragraph 1) bis zu Kapitel 9 „Das finale Bügeln“ (Paragraph 62). Denn der Verlag wollte Inge Szoltysik-Sparrers Aufgabe beim Fernsehsender „Vox“ als strenge Jurorin in ihr Erstlingswerk übertragen. Schritt für Schritt begleitet sie in dem Buch die Leserinnen und Leser auf ihrem Weg, Kleidungsstücke zu nähen. Sicherlich für viele das erste. Dabei gibt sie wertvolle Tipps. Untergliedert in drei Fähigkeitsgruppen: für den Anfänger, der Fix-Tipps erhält; für den (fortgeschrittenen) Hobbyschneider und auch für den Profi. „Das alles ist aber auch zum Schmunzeln und zum Anregen“, wie sie versichert.

Mitarbeiter lesen Probe und geben Anregungen

Dass dieses so amüsant gelungen ist, ist auch ein Verdienst ihrer Mitarbeiter, die sämtliche Texte Probe gelesen und Anregungen und Hinweise fürs Lese-Verständnis geben haben. Denn Team-Arbeit wird seit mehr als drei Jahrzehnten in ihrem Atelier groß geschrieben.

Besondere Freude hat ihr das Schreiben der Schwerpunkt Handarbeit gemacht, dem sie eine große Bedeutung beimisst. „In meiner Familie wurde immer gestickt, gestrickt, gehäkelt. Vielleicht liebe ich deshalb das Handarbeiten so.“

Zum abschließenden Foto-Shooting in Stuttgart nahm sie dann das benötigte Equipment mit: Nähmaschine, Bügeleisen, Bügelbrett oder Schneiderbüste. „Auch die Fotos sollten zu 100 Prozent authentisch sein“, betont sie.

Buch kostet 16,99 Euro

Das druckfrische Buch ist im „frechverlag“, Turbinenstraße 7, in Stuttgart erschienen.

Es ist im Fachhandel zum Preis von 16,99 Euro erhältlich. Die ISBN: 978-3-7724-6478-2.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik