Nena-Konzert

Nena gibt Mini-Konzert im Kulturzentrum Pelmke in Hagen

Pelmke-Geschäftsführer Jürgen Breuer (li.) und Veranstalter Rolf Möller freuen sich auf den Nena-Auftritt in Hagen.

Pelmke-Geschäftsführer Jürgen Breuer (li.) und Veranstalter Rolf Möller freuen sich auf den Nena-Auftritt in Hagen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Das Team des Kulturzentrums Pelmke steht für den Nena-Auftritt am Samstag parat. In Hagen gibt die Sängerin ein Club-Konzert vor gerade mal 200 Fans.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es ist der mit Abstand kleinste Auftritt vor gerade mal 200 Besuchern. Und darauf ist Jürgen Breuer richtig stolz. Denn während Nena auf ihrer „richtigen Tournee“ vor mehreren tausend Leuten auftreten wird und im Rahmen ihrer gestern gestarteten Club-Tournee vor 600 bis 800 Fans zum Mikro greift, wird es im Wehringhauser Kulturzentrum heimelig. „Wir sind rappelvoll, denn unser Veranstaltungssaal ist gerade mal 135 Quadratmeter groß“, betont der Geschäftsführer der Pelmke.

Muss sich der, der Nena – die aufgrund ihres neuen Albums „Oldschool“ seit einigen Wochen einen Mega-Hype in vielen Medien erfährt – für einen Auftritt verpflichtet, warm anziehen, sprich damit rechnen, auf eine Sängerin mit ausgeprägten Star-Allüren zu treffen? Jürgen Breuer schüttelt den Kopf, meint, das sei vielleicht früher so gewesen, doch bis jetzt sei davon nichts zu spüren. Nena samt sieben bis acht Musikern sowie zehn Technikern rücken am Samstag mit ihrem Nightliner vor der Pelmke an, machen eineinhalb Stunden Soundcheck, und sind dann ­erst einmal wieder weg.

Ein Raum in der oberen Etage des Gebäudes wird zur Künstlergarderobe umfunktioniert, „Nena muss sich dann einen Gang durchs Publikum bahnen, um auf die acht mal fünf Meter kleine Bühne zu gelangen“, sagt Jürgen Breuer. Also ein echtes Hautnah-Konzert . . .

Ganz viel Aufmerksamkeit

Der Pelmke-Chef erinnert sich an sein letztes Zusammentreffen mit Nena. 1978 sei die damals noch unbekannte Sängerin beim Stadtteilfest auf dem Wilhelmsplatz aufgetreten. Und heute, fast 30 Jahre später, beschert die scheinbar alterslose Frau (übrigens dreifache Großmutter!) der städtischen Einrichtung eine Aufmerksamkeit, die sie bislang noch nie zuvor erlebt hat.

Etliche Medienvertreter haben sich für das Konzert akkreditiert, die 200 Tickets für jeweils 76 Euro, die für den Hagen-Auftritt aufgelegt wurden, waren innerhalb von zwei Minuten vergriffen, und es rücken Fans aus ganz Deutschland an. Doch die Person Nena präsentiert sich bescheiden, total normal. Die Zeiten, in denen sie meterlange Cateringlisten mit abstrusen Forderungen wie Mondwasser verschickte, sind vorbei.

Harmlose Cateringliste

„Nena ist pflegeleichter geworden“, bringt es Konzertveranstalter Rolf Möller (58 Event), der den Kontakt zwischen ihrer Agentur und der Pelmke geknüpft hat, auf den Punkt. Auch die Konzertbesucher seien schließlich älter, ruhiger geworden, „heute kommen keine aufgeregt schreienden Teenager mehr“. Um gerade mal eine Kiste Bier für die zehn Techniker habe Nena gebeten, außerdem um „keinen analogen Käse“, dafür aber um handelsübliche Lebensmittel und ein paar vegetarische bzw. vegane Produkte. Die Cateringliste unterscheide sich nicht von Listen weit unbekannterer Musiker.

In den 90er Jahren ist Nena in der Stadthalle und in der Berlet­halle aufgetreten, 2007 war sie Top-Act beim Open-Air-Festival „Seegeflüster“. Acht Jahre danach kommt sie wieder – zum Glück anscheinend ­ohne Star-Allüren.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben