Verkehr

Neue Brücke: Hagener Bahnhofshinterfahrung nimmt Gestalt an

Mit Hilfe von zwei Betonpumpen und langen Schlauchsystemen wird der Beton für die 60 Meter lange Gleisbrücke der Bahnhofshinterfahrung gegossen. 750 Kubikmeter Material werden dort verbaut. Foto:Michael Kleinrensing

Mit Hilfe von zwei Betonpumpen und langen Schlauchsystemen wird der Beton für die 60 Meter lange Gleisbrücke der Bahnhofshinterfahrung gegossen. 750 Kubikmeter Material werden dort verbaut. Foto:Michael Kleinrensing

Hagen-Mitte.   Ein Schlüsselabschnitt der Hagener Bahnhofshinterfahrung ist am Donnerstag in Beton gegossen worden: 750 Kubikmeter Material wurden verbaut.

An der Schlüsselstelle des dritten Bauabschnitts der Bahnhofshinterfahrung, der Brückenquerung über die Bahngleise an der Eckeseyer Straße hinweg, sind am Donnerstag die Betonierungsarbeiten über die Bühne gegangen.

Einen ersten Anlauf sollte es eigentlich bereits in der vergangenen Woche geben, doch seinerzeit war urplötzlich eine der Betonpumpen kaputt gegangen. Am Donnerstag passte nun der Rahmen, um die Stahlelemente des sechsspurigen Komplexes im wahrsten Sinne des Wortes „aus einem Guss“ zu ummanteln.

Dazu wurde den gesamten Tag über von zwei Seiten das Material in die Verschalungen geleitet – insgesamt etwa 750 Kubikmeter. Angesichts der Tatsache, dass ein Betonmischer etwa fünf bis zehn Kubikmeter Baustoff anliefert, rollte gestern ein steter Lkw-Pendelverkehr über die Sedanstraße und die B 54 zur Baustelle, um den Nachschub zu sichern. Nach Angaben von WBH-Projektleiter Matthias Hegerding dauert es etwa vier Wochen, bis der verarbeitete Beton komplett durchgehärtet ist: „Allerdings ist das Bauwerk bereits in der nächsten Woche schon wieder so weit belastbar, dass die Arbeiten fortgesetzt werden können.“

150 Tonnen Stahlbewehrung

Ende April waren die bis zu 60 Meter langen Stahlelemente, die passgenau eine Spezialfirma in Ungarn vorgefertigt hatte, von einem 180-Tonnen-Kran über die Gleisanlagen verlegt worden. Diese gewaltigen Elemente mit einem Gesamtgewicht von 580 Tonnen bilden den Kern des sechsspurigen Bauwerks.

In den vergangenen Wochen waren die Mitarbeiter der Baufirma damit beschäftigt, den Betonstahl (weitere 150 Tonnen), der als Bewehrung eingebracht wird, von Hand einzubauen und die hölzernen Verschalungen zusammenzuzimmern.

Brückenkoloss wird 1,50 Meter abgesenkt

Mit den jetzt erfolgten Betonarbeiten sind die Verbindungen zum bereits fertiggestellten Brückenwiderlage entstanden. Außerdem wurde die 35 Zentimeter dicke Fahrbahnplatte gegossen, die sich mit den Kopfbolzen der Stahlträger verbindet.

Im Anschluss können dann auch die Schutzgerüste wieder entfernt werden, die aktuell noch die Bahngleise überspannen und den weiterhin laufenden Zugverkehr vor möglichen Gefahren durch die Brückenarbeiten schützen. In einem letzten Schritt wird der momentan noch deutlich zu hoch platzierte Brückenkoloss dann mit hydraulischen Pressen um etwa 1,50 Meter in seine endgültige Position abgesenkt.

Anschluss an die Eckeseyer Straße

Beim Wirtschaftsbetrieb Hagen gehen die Verantwortlichen davon aus, dass dieser Bauabschnitt fristgemäß bis zum Jahresende fertiggestellt ist. Parallel dazu laufen bereits die Ausbauarbeiten an der Eckeseyer Straße, um die Bahnhofshinterfahrung an das bestehende Straßennetz anzuschließen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben