Stadtentwicklung

Neue Markthalle für Hagen kommt erst im Jahr 2020

Von einer vorgezogenen Glasfassade für die künftige Markthalle an der Elberfelder Straße, die bei Dunkelheit auch illuminiert werden kann, hat sich die Krollmann-Gruppe verabschiedet. Diese Lösung wäre nicht bloß technisch zu aufwändig geworden, sondern hätte auch den notwendigen Platz für Rettungswege berührt.

Von einer vorgezogenen Glasfassade für die künftige Markthalle an der Elberfelder Straße, die bei Dunkelheit auch illuminiert werden kann, hat sich die Krollmann-Gruppe verabschiedet. Diese Lösung wäre nicht bloß technisch zu aufwändig geworden, sondern hätte auch den notwendigen Platz für Rettungswege berührt.

Foto: Krollmann-Gruppe

Hagen-Mitte.  Die Umgestaltung der Immobilie Elberfelder Straße 12 in eine neue Markthalle verzögert sich. Hier alle Hintergründe zum Stand des Verfahrens.

Die viel beachtete und von der Bürgerschaft wohlwollend registrierte Umsetzungsidee ist geblieben, der ehrgeizige Zeitplan hingegen kommt ins Rutschen: An eine Wiederbelebung der Markthallen-Idee, in der Genießer kulinarische Verlockungen abseits der fortschreitenden Aldiisierung finden, ist in diesem Jahr nicht mehr zu denken.

Probleme mit Rettungswegen

Im Sommer vergangenen Jahres hatte Immobilien-Kaufmann Udo Krollmann aufhorchen lassen, als er nicht bloß den Kauf des Objektes Elberfelder Straße 12 (ehemals Santander-Bank) verkündete, sondern gleichzeitig in der WP die Vision ausrollte, an dem Standort im Herzen der Hagener Fußgängerzone die längst vergangenen Markthallen-Zeiten wieder aufleben zu lassen. In den vertiefenden Gesprächen mit der städtischen Planungsverwaltung hatten sich jedoch zuletzt diverse Hürden aufgetürmt, die die Krollmann-Gruppe dazu bewegten, ihre Bauvoranfrage zunächst einmal zurückzuziehen und die Konzeption zu überdenken. Dabei ging es sowohl um die herausgezogene, LED-illuminierte Glasfassade als auch um die angedachte Außengastronomie, die nicht mit den Rettungswegen für die Feuerwehr harmonierte.

„Inzwischen haben wir aber alle Details geklärt und sind nach den Vorgesprächen optimistisch, noch im September den offiziellen Bauantrag stellen zu können“, versichert Krollmann, seine Investitionsidee mit Nachdruck zu verfolgen. Derzeit werden das Erdgeschoss und die erste Etage bereits entkernt, um dann nahtlos mit dem Ausbau beginnen zu können. Die offenen Backsteinwände geben bereits einen Vorgeschmack auf den herben, puristischen Charme, den der künftige Kulinarik-Treffpunkt ausstrahlen soll. „Zusätzliche Fenster und Oberlichter geben in Kombination mit einem Lichtkonzept den Räumen viel Helligkeit“, ist Udo Krollmann eine offene Atmosphäre besonders wichtig: „Bei uns gilt: Jeder kann jeden sehen.“ Der 71-Jährige hegt die Hoffnung, dass bis zum Jahresende die Baugenehmigung vorliegt, so dass spätestens im Sommer 2020 Eröffnung gefeiert werden kann.

Sushi- und Tagesbar

Die neue Markthalle soll vor allem durch kulinarische Angebote (Food-Court) abseits des Alltäglichen die Kunden locken. „Dabei geht es nicht etwa um eine Nobeladresse, sondern um niveauvolle Angebote für jedermann“, betont Krollmann. „Dazu wird auf jeden Fall eine Sushi-Bar gehören, aber auch ein Vegan-Anbieter und eine Patisserie (hochwertiger Bäcker) werden sich ansiedeln“, möchte der Investor weitere Details zum Branchen-Mix erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

Sicher ist lediglich, dass Krollmann auch weiterhin das Konzept einer Tagesbar im ersten Obergeschoss verfolgt, wo die Gäste abseits des Einkaufstrubels Stunden der Muße erleben und das Treiben in der Fußgängerzone verfolgen können. Insgesamt sollen sich über die beiden Etagen, die sowohl mit einer offenen Treppe als auch einem Fahrstuhl miteinander verbunden werden, jeweils vier bis sechs Läden ansiedeln.

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