Wirtschaft

Neuer Band zur Geschichte der Kabeler Papierfabrik

Das Werk von Stora Enso Kabel hat eine lange Geschichte. Dazu hat das Wirtschaftsarchiv Dortmund jetzt einen zweiten Band vorgelegt.

Das Werk von Stora Enso Kabel hat eine lange Geschichte. Dazu hat das Wirtschaftsarchiv Dortmund jetzt einen zweiten Band vorgelegt.

Foto: WR

Hagen.   Einen neuen Band zur Geschichte der Papierfabrik Kabel (heute Stora Enso) hat das Wirtschaftsarchiv Dortmund aufgelegt. Das Unternehmen hatte dem Archiv wertvolle historische Unterlagen überlassen.

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Das Westfälische Wirtschaftsarchiv in Dortmund (WWA) verwahrt mit den Archivbeständen des Hagener Unternehmens Stora Enso Kabel wertvolle historische Unterlagen einer der wichtigen deutschen Papierfabriken. Für interessierte Historiker eine wahre Fundgrube und Quelle der Erkenntnis.

In den vergangenen beiden Jahren wurden weitere wertvolle historische Schätze eingearbeitet und abschließend ein neues Inventar erstellt. Dr. Karl-Peter Ellerbrock, Direktor der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv, freut sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern über den nun erreichten und im Inventar dokumentierten Forschungsstand; das neue Werk setzt den bereits 1999 vorgelegten ersten Band fort.

Die Historikerin Marita Völmicke und der Dortmunder Archivar Klaus Pradler analysierten akribisch die Unterlagen und ordneten die Quellen zeitlich und thematisch ein. Ein mühevolles Unterfangen, da das vorhandene Material äußerst detailliert war. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie von Hans-Peter Jaraczewski, dem Papierforscher der Papierfabrik Kabel. Er hatte über die Jahre mit feinem Näschen immer wieder neue „Perlen“ zu seinem Lieblingsthema aufgespürt und dem WWA zu treuen Händen überantwortet.

Facettenreiche Firmengeschichte

Das historische Material spiegelt nunmehr die facettenreiche Firmengeschichte wider. Einige Aktenbände belegen Besitzerwechsel, andere geben Einblick in das vielfältige Schaffen und Leben der Beschäftigten. Zahlreiche Fotos dokumentieren Baumaßnahmen und Investitionen sowie Persönlichkeiten und Eigentümer, die die Fabrik besichtigten, aber auch Katastrophen, die den Betrieb stilllegten.

Die Papierfabrik in Kabel wurde 1896 unter anderem von Emil Hoesch gegründet, gehörte seit 1959 zum Feldmühle-Konzern und ist heute Teil der skandinavischen Stora Enso-Gruppe. 1956 wurde die Jul. Vorster GmbH, das traditionsreiche Eilper Unternehmen und zugleich die älteste Hagener Papiermühle, übernommen. Ergänzend gibt es im Archivbestand auch Unterlagen der einst von Kabel aus gegründeten, später separierten und dann unter dem Dach der Feldmühle wieder zusammengefundenen Papierfabrik in Düsseldorf-Reisholz.

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