Saisoneröffnung

Neuer Braumeister für Lagerbier im Freilichtmuseum Hagen

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Museumsleiter Uwe Beckmann, Kulturdezernentin Barbara Rüschoff - Parzinger und Braumeister Lars Pohlmann.

Museumsleiter Uwe Beckmann, Kulturdezernentin Barbara Rüschoff - Parzinger und Braumeister Lars Pohlmann.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche, ein neues Museumsbier und viele weitere Höhepunkte: Das Freilichtmuseum kurz vor der Saisoneröffnung.

Die Situation am Freilichtmuseum ist widersprüchlich. Zum einen verzeichnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seiner Hagener Einrichtung seit drei Jahren steigende Besucherzahlen; 2018 zahlten 139.000 Menschen Eintritt an der Museumskasse in der Selbecke.

Doch parallel dazu ist die Anzahl der kleinen und jugendlichen Besucher rückläufig. „Deshalb werden wir jetzt gegensteuern“, so Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin beim LWL: „Kinder und Jugendliche sollen im Freilichtmuseum freien Eintritt haben.“

Mobilitätsfonds für junge Besucher

Bislang mussten Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren 2 Euro Eintritt bezahlen, im Gegenzug für den Gratis-Eintritt werden Erwachsene nun mit acht statt 7 Euro zur Kasse gebeten. Die Neuregelung greift bereits zur Sommersaison, die am Dienstag, 2. April, eröffnet wird. Sie könnte dazu führen, so deutete es Museumsleiter Uwe Beckmann an, dass sich demnächst nicht mehr nur einzelne Klassen, sondern ganze Schulen zu einem Besuch im Museum entschließen.

Denn der LWL hat einen Mobilitätsfonds aufgelegt und will Kindern und Jugendlichen auch den Transport mit Charterbus oder Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Museum bezahlen, ein unbürokratischer Antrag soll dazu genügen. „Die eigentliche Barriere vor einem Museumsbesuch ist nämlich nicht der Eintrittspreis, es ist die Unmöglichkeit für junge Leute, die Anreise zu finanzieren“, so Rüschoff-Parzinger.

Unfiltriert und naturbelassen

Neu ist in dieser Saison auch das Museumsbier. Es wird jetzt von Lars Pohlmann (44) gebraut, der sein Handwerk bei der Iserlohner Brauerei gelernt hat. Heute arbeitet er in der Logistikbranche und braut quasi im Nebenerwerb, mindestens einmal pro Monat wird er im Freilichtmuseum zur Tat schreiten.

Sein Bier, das Mäckinger Lager, ist eher süffig und malzbetont, aber auch unfiltriert und naturbelassen: „Auf jeden Fall ist es nicht so herb wie ein Pils“, sagt Pohlmann, der sogar in den eigenen vier Wänden eine 70-Liter-Anlage betreibt, mit der er seine Rezepturen entwickelt. Das Bier – die 0,33-Liter-Flasche kostet 2,30 Euro – ist ausschließlich im Eingangsshop des Museums oder frisch gezapft in der Museumsgastronomie zu haben.

Sonderausstellung zur Ausbildung

Im Jahresprogramm befinden sich natürlich auch die alljährlichen Höhepunkte wie das Trecker-Treffen (1. Mai), der Modellbautag (30. Juni), die Gartentage „Querbeet“ (1. und 2. Juni) sowie die Ferienprogramme für Kinder.

Unter den Ausstellungen ragt die Sonderschau „Stift, Lehrling, Azubi – Ausbildung 1945 bis heute“ heraus, die vom 2. Juni bis 31. Oktober zeigt, wie bis heute in Handwerk und Gewerbe der Weg von der Berufswahl bis zur Gesellenprüfung verlief.

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