Einzelhandel

Neuer Markt auf Emst wohl erst 2020

Auf dieser Freifläche gegenüber der neuen Feuerwache soll der moderne Supermarktauf Emst entstehen.

Auf dieser Freifläche gegenüber der neuen Feuerwache soll der moderne Supermarktauf Emst entstehen.

Foto: Michael Kleinrensing

Emst.   Die Emster Bürger müssen sich wohl noch bis 2020 gedulden, bis der neue, moderne Supermarkt auf Emst gegenüber der Feuerwache eröffnet wird.

Bis 2020 werden sich die Emster Bürger wohl noch gedulden müssen, bis sie in einem modernen, etwa 1300 Quadratmeter großen Supermarkt an der Haßleyer Straße einkaufen können. Davon geht Ralf Quardt, Bezirksbürgermeister Mitte, aus.

„Ja, es ist ein langwieriges Prozedere. Vor allem wenn man bedenkt, dass die erste Bürgeranhörung zu diesem Thema schon beinahe zehn Jahre zurückliegt.“

Damals – 2008 in der Realschule Emst – wurde allerdings noch über die Pferdewiese hinter dem Emster Marktplatz als Standort für einen neuen Supermark diskutiert.

Vollsortimenter gegenüber der Feuerwache geplant

Doch das ist Schnee von gestern. Weder die Pferdewiese oder die Ladenzeile Am Großen Feld noch der jetzige Standort des kleinen Rewe-Supermarktes an der Ecke Karl-Ernst-Osthaus-/ Gerhart-Hauptmann-Straße stehen noch zur Disposition.

„Der politische Wille, sprich, die Mitglieder der Bezirksvertretung Mitte und die des Stadtentwicklungsausschusses, hat sich für die Errichtung eines Vollsortimenters auf der dreieckigen Fläche gegenüber der neuen Feuerwache ausgesprochen“, sagt Baudezernent Thomas Grothe.

Heißt: Das städtische Grundstück (u.a. der Bolzplatz) wird an einen Projektentwickler verkauft. Ein entsprechender Projektentwickler-Wettbewerb läuft derzeit, „Anfang 2018 wird die Grundstücksvergabe wohl geregelt sein“, so Grothe.

Lärmgutachten werden erstellt

Dann muss Planungsrecht geschaffen werden und die Stadt in Abstimmung mit dem Investor einen Bebauungsplan erstellen. „Bis der neue Vollsortimenter eröffnet wird, können noch zwei, drei Jahre ins Land ziehen. Die Realisierung ist nicht kurz-, sondern nur mittelfristig zu stemmen“, räumt Grothe ein.

Auch, da es eine weitere Bürgeranhörung, die wohl kaum ohne Proteste seitens der Anwohner des Quartiers vonstatten gehen wird, geben wird.

„Natürlich werden im Vorfeld Lärmgutachten erstellt. Das Ziel muss sein, die Anwohner der Gerhart-Hauptmann-Straße wenig durch Anlieferungsgeräusche und Kundenfrequenz zu stören“, so der Baudezernent.

Was aus dem jetzigen Rewe-Supermarkt samt angegliederter Ladenzeile mit unter anderem Café Käsgen wird, vermag Grothe nicht zu sagen. „Grundstück und Gebäude befinden sich in Privatbesitz. Wir beschäftigen uns mittlerweile nur noch mit dem dahinterliegenden Areal, das die Stadt für einen Neubau verkauft.“

60 bis 70 Parkplätze und fußläufig zu erreichen

Geplant ist die Errichtung eines modernen Vollsortimenters (z.B. Rewe oder Edeka) mit 60 bis 70 Parkplätzen, der von der Haßleyer Straße angesteuert wird. Der Markt wird vom Stadtteil Emst aus fußläufig zu erreichen sein und fahrtechnisch günstig ­liegen.

Kleiner Rewe-Markt nicht mehr zeitgemäß

Bezirksbürgermeister Ralf Quardt war früher selbst 20 Jahre im Einzelhandel tätig und begrüßt den Bau eines neuen Supermarktes auf Emst: „Der jetzige, etwa 500 Quadratmeter kleine Laden an der Gerhart-Hauptmann-Straße ist doch längst nicht mehr zeitgemäß.“

>>>BEDARF AN WEITEREN SUPERMÄRKTEN

  • Die Experten, die das Einzelhandelskonzept für die Stadt Hagen erarbeitet haben, sehen einen klaren Bedarf für einen größeren Supermarkt auf Emst – und für einen Drogeriemarkt.
  • Doch Emst ist , für das das Einzelhandelskonzept Nachholbedarf sieht.
  • Auch der genannte neue Vollsortimenter in Vorhalle an der Revelstraße ist nach Gutachtermeinung erstrebenswert. Die Nachbarkommunen Wetter und Vorhalle sehen das allerdings anders.
  • Im Hochschulviertel sehen die Experten Nachholbedarf: Die beiden Supermärkte an der Fleyer- und an der Lützowstraße könnte dort oder an anderen Standorten auf jeweils bis zu 1500 Quadratmeter wachsen.
  • Im Lennetal halten die Gutachter eine Verbesserung der Nahversorgung für wünschenswert, aber angesichts der geringen Einwohnerzahl für unrealistisch.

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