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Neuer Prozess gegen Nuhsan C. mit strengen Auflagen

Rapper Kollegah holt Rapper Nuhsan C. aus der JVA Hagen ab. Er  hat die Kaution über 40.000 bar bezahlt.

Rapper Kollegah holt Rapper Nuhsan C. aus der JVA Hagen ab. Er hat die Kaution über 40.000 bar bezahlt.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Die Berufungsverhandlung im Fall von Rapper Nuhsan C. startet am 15. August. Das Gericht fürchtet offensichtlich Provokationen durch Fans.

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Die Berufungsverhandlung im Fall des Rappers Nuhsan C. alias Jigzaw wird am Mittwoch, 15. August, am Landgericht Hagen beginnen. Dann wird erneut die Messerattacke vom Wilhelmsplatz verhandelt, bei der der 24-Jährige einen Kontrahenten schwer verletzt haben soll. Im April war er dafür wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.

Zwei weitere Termine in dem Berufungsverfahren sind für den 22. und den 30. August angesetzt worden. Die Bedingungen dafür sind allerdings nicht alltäglich. So rechnet man am Landgericht offensichtlich mit einem großen Besucherandrang. Einlass wird aber maximal 41 Zuschauern gewährt, sie müssen für eine Einlasskarte anstehen. Dass sie vor dem Einlass auf gefährliche und unerlaubte Gegenstände kontrolliert werden, ist mittlerweile Standard am Gericht. Dass Handys und sonstige Aufzeichnungsgeräte vor dem Gerichtssaal abgegeben werden müssen, ist dagegen selten der Fall. Und dass sich alle Besucher mit Ausweispapieren registrieren lassen müssen, ist außergewöhnlich. Zudem werden bewaffnete Polizisten die ganze Zeit anwesend sein.

Auf Provokationen gesetzt

Offensichtlich fürchtet das Gericht, dass der Rapper oder seine Fans den Gerichtssaal für Provokationen missbrauchen könnten, die wieder als Werbung für das neue Album des Rap-Musikers genutzt werden könnten. Der unter dem Künstlernamen Jigzaw auftretende Rapper hatte zuletzt jede Möglichkeit genutzt, um für sich und sein neues Album zu werben. So war der 24-Jährige nach der Tat vom Wilhelmsplatz einige Monate auf der Flucht vor der Polizei und hatte aus dem Untergrund die Behörden via Youtube verhöhnt.

Nach seiner Verurteilung hatte ihn dann der umstrittene, aber deutschlandweit erfolgreiche Rapper Kollegah gegen eine Kautionszahlung von 40 000 Euro aus der Hagener Justizvollzugsanstalt geholt. Vorher waren Fans und Medien instruiert worden. Und in der vorvergangenen Woche hatte Nuhsan C. eine unangemeldete Promotion-Aktion in der Innenstadt veranstaltet, seine jungen Fans per Instagram aufgerufen und für ein Verkehrschaos gesorgt.

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