Bauausschuss

Neues Regenrückhaltebecken führt zu höheren Gebühren

Regenwasser fließt in einen Gully.

Regenwasser fließt in einen Gully.

Foto: Kleinrensing

Breckerfeld.   Ein neues Regenrückhaltebecken wird zu höheren Niederschlagswassergebühren in Breckerfeld führen. Das wurde jüngst im Bauausschuss deutlich.

Ein neues Regenrückhaltebecken, das teurer wird als ursprünglich gedacht, wird auf Dauer zu höheren Niederschlagswassergebühren in Breckerfeld führen. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses deutlich.

Kosten in Höhe von 1,2 Millionen

Mit Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro rechnet die Breckerfelder Verwaltung. Verteilt sind die Ausgaben auf die Haushalte von 2018 (400.000 Euro) und 2019 (800.000 Euro). Noch nicht berücksichtigt sind in dieser Summer die Ausgaben für Ausgleich und Ersatz. Auch der Unterhalt der neuen Anlage schlägt sich am Ende in den Gebühren nieder.

Zustrom in Bach wird reguliert

Denn die neuen Becken, über das Teile des Gewerbegebiets entwässert werden, hat einen nicht unerheblichen Eingriff in die Natur zur Folge. Das wurde deutlich, als Bodo Holland vom Ingenieurbüro Bramey und Bünermann das Bauprojekt den Breckerfelder Politikern im Bauausschuss vorstellte.

Bislang läuft das Regenwasser aus dem Bereich Schützenstraße/Egenstraße direkt in den Bach Süße Epscheid. Das aber ist nach neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen so nicht mehr zulässig. „Der Zustrom muss reguliert und das Wasser gereinigt werden“, so Bodo Holländer. Also muss die Stadt Breckerfeld handeln. Geregelt ist das im Abwasserbeseitigungskonzept.

Hanglage erschwert Ausführung

Weil der Boden nicht ohne Weiteres in der Lage ist, größere Niederschlagsmengen aufzunehmen, planen Bramey und Bünermann jetzt ein dreistufiges System mit drei Becken. Die Hanglage des Geländes erschwert die Arbeiten zusätzlich. „Das ist ein deutlich größerer Aufwand als in flachem Areal“, so Holländer.

Die Grundstücke, auf denen die Anlage realisiert werden soll, befinden sich noch nicht alle im Besitz der Stadt Breckerfeld. Verhandlungen zum Ankauf laufen. Erschlossen wird die Baustelle über einen befestigten Weg, der noch angelegt werden muss und direkt von der Egenstraße aus abzweigt.

Einstimmigkeit im Ausschuss

Immerhin: Kaum beeinträchtigt wird der Wanderweg, der von der Egenstraße in Richtung Langscheid verläuft. Er bildet einen Teil des Jakobswegs auf Breckerfelder Stadtgebiet.

Der Ausschuss segnete die Planungen einstimmig ab. Wenngleich aufgrund der Kosten mit Bauchschmerzen.

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