Nicht ob, sondern wo

Erweiterung der Drogenklinik Deerth. Die Fläche ist kein ausgewiesenes Gewerbegebiet, daher gehören keine Gewerbebetriebe – auch nicht Betriebe gemeinnütziger Einrichtungen – in den Stadtwald. Ausnahme ist die Gastronomie, die u. a. auch Voraussetzung für die Auszeichnung des Drei-Türme-Weges zum Premiumwanderweg war. Das Siegel wird vermutlich bei der Klinik-Erweiterung wieder entzogen.

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Erweiterung der Drogenklinik Deerth. Die Fläche ist kein ausgewiesenes Gewerbegebiet, daher gehören keine Gewerbebetriebe – auch nicht Betriebe gemeinnütziger Einrichtungen – in den Stadtwald. Ausnahme ist die Gastronomie, die u. a. auch Voraussetzung für die Auszeichnung des Drei-Türme-Weges zum Premiumwanderweg war. Das Siegel wird vermutlich bei der Klinik-Erweiterung wieder entzogen.


Das Areal Deerth ist umzingelt von örtlichen und überörtlichen Wanderwegen. Da – außer aus rein wirtschaftlichen Gründen der AWO – kein Zwang besteht, dass die bestehende Klinik und das geplante Gefängnis an diesem Standort sein müssen, kann die AWO einen anderen Standort suchen wie z. B. Brandt, Douglas, Putsch, Bäko, Nordwest, Schenker etc. Ob/warum die AWO in ein noch nicht genehmigtes Projekt 500 000 Euro investiert hat, ist rätselhaft.


Für die Ratsmitglieder gibt es noch vieles zu klären – z. B die vertraglichen Regelungen zur Nutzungsänderung vom Kinderheim in eine Suchtklinik, Kaufpreise, Ausgleichszahlungen, etc. Auch das Sicherheitskonzept ist zu prüfen. Das Pflegepersonal soll 40 neue Insassen bewachen, die bisher von ausgebildeten Gefängniswärtern bewacht wurden. Wie sicher dürfen sich die Wanderer bei dieser Lösung fühlen?


Es werden einerseits in Hagen – ganz im Sinne des Klimaschutzes – neue Babywälder angelegt und dann wird andererseits ein ganzes Waldgebiet im Naherholungsgebiet abgeholzt, obwohl beim Klimaschutz effektiv jeder einzelne Baum zählt. Permanent werden – ohne Not – Landschaften und Wälder zerstört für die Erschließung neuer Gewerbegebiete (große Rodungen an der A 45/Planungen am Böhfeld/Bathey), aber der Brandt-Komplex wird unter Denkmalschutz gestellt, eine starke Einschränkung zur Nutzung als Gewerbefläche. Allein die moralische Verpflichtung für den Erhalt der Landschafts- und Waldflächen wären für Rat und AWO als gemeinnützige Einrichtung (finanziert von den Bürgern) Grund genug, das Vorhaben an diesem Standort aufzugeben. Im Interesse des Klimaschutzes und als Verpflichtung für unsere nachfolgenden Generationen.


Die Notwendigkeit, solche Einrichtungen zu schaffen, steht außer Zweifel. Es geht nicht um das „Ob“, sondern nur um das „Wo“. Und gut, dass die AWO solche Einrichtungen betreibt.Wetter

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