Schule

OGS-Engpässe werden schon für nächstes Schuljahr deutlich

OGS-Plätze in Hagen sind rar.

Foto: Michael Kleinrensing

OGS-Plätze in Hagen sind rar. Foto: Michael Kleinrensing

Hohenlimburg.   Erheblich mehr Anmeldungen als frei werdende Plätze in gesamten Bezirk Hohenlimburg. Die Stadt will mehr Plätze schaffen.

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Das Problem ist ein stadtweites, und es macht auch vor dem gesamten Bezirk Hohenlimburg nicht halt: Es gibt einen großen Mangel an Plätzen an den Offenen Ganztagsschulen (OGS). Selbst in den OGS, die derzeit keine Schüler auf den Wartelisten führen, wird es schon jetzt absehbar zu Engpässen im nächsten Schuljahr kommen.

Schul- und Sozialdezernentin Margarita Kaufmann hat angekündigt, sich für weitere Plätze in Hohenlimburg einzusetzen: „Wir versuchen gerade die Schulen zu identifizieren, in denen wir bis zum Ende der Sommerferien ohne große bauliche Maßnahmen zusätzliche räumliche Möglichkeiten schaffen können.“ Doch falsche Versprechungen will sie auch nicht machen. Es sei absehbar, dass auch im kommende Schuljahr der Bedarf nicht gedeckt werden könne.

Der größte Bedarf herrscht derzeit in Halden: In der dortigen Karl-Ernst-Osthaus-Schule stehen schon jetzt zwölf Jungen und Mädchen auf der Warteliste, fünf davon gelten sogar als echte Notfälle, weil die Eltern berufstätig sind. Oder berufstätig sein müssten. Sie sollen aufgenommen werden, sobald ein Platz in der OGS frei wird. In den anderen Fällen können die Eltern derzeit die Versorgung auf anderen Wegen sicherstellen. Auch in Berchum-Garenfeld gibt es solch einen Notfall.

Die Stadtverwaltung wird auch künftig schauen müssen, wo der Bedarf am größten ist. „Obwohl es mir eigentlich widerstrebt, dass wir eine solche Entscheidung treffen müssen“, sagt Margarita Kaufmann: „Wir müssen es schaffen, dass wir allen Eltern eine Betreuungsmöglichkeit bieten. Aber das schaffen wir nicht als Kommune.“ Da brauche es die Unterstützung des Landes und des Bundes, sagt Kaufmann. Sie werde auch den Koalitionsvertrag auf Bundesebene prüfen, ob es da Antworten auf die Herausforderung gebe.

Denn schon jetzt zeichnet sich ab, wo es wieder Engpässe geben wird. So werden an der Grundschule Heide 24 Plätze in der OGS frei, aber schon jetzt liegen 31 Anträge vor. Im Kley werden vier Plätze frei, aber acht Anträge sind schon eingegeben. Und in Berchum-Garenfeld kommen auf fünf frei werdende Plätze schon jetzt 15 Anträge.

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