Ärger bei DPD

Paketbote wirft Fracht und Namensliste in Zurstraße weg

Ein Paketbote des DPD hat in Rafflenbeul seinen Müll und eine Tourliste am Wegesrand entsorgt. 

Ein Paketbote des DPD hat in Rafflenbeul seinen Müll und eine Tourliste am Wegesrand entsorgt. 

Foto: Mike Fiebig

Breckerfeld.   Diese Aktion hat ein Nachspiel. Der Deutsche Paketdienst findet das Verhalten seines Fahrers völlig inakzeptabel.

Es ist ein Ort, an dem Fuchs und Hase einander eine gute Nacht wünschen. Und vielleicht wirkte er auch deshalb so einladend auf den Fahrer eines Lieferwagens des Deutschen Paketdienstes (DPD). Allerdings hatte er offenbar nicht mit den Anwohnern aus Zurstraße gerechnet. Die haben ihn nämlich dabei beobachtet, wie er unliebsame Fracht einfach in der Nähe der kleinen Ortschaft Rafflenbeul in der freien Natur entsorgt hat.

„Das ist eine riesige Sauerei“, sagt Markus Leischner. Und dabei meint er nicht nur den Papiermüll, der in der freien Natur gelandet ist, sondern durchaus auch sensible Daten, die nun in aller Öffentlichkeit verteilt worden sind. „Unter den entsorgten Dokumenten befindet sich auch eine Tourliste des Deutschen Paketdienstes. Auf dieser sind Namen und Adressen der Personen fein säuberlich aufgelistet, die der Paketbote an diesem Tag offenbar beliefert hat.“

Vorgang inakzeptabel

Leischner selbst hat versucht, beim Deutschen Paketdienst einen Ansprechpartner zu erreichen. Allerdings vergeblich, wie er selber sagt. Auch das Ordnungsamt der Stadt Breckerfeld hat er eingeschaltet.

Die WESTFALENPOST hat den Deutschen Paketdienst mit dem Vorfall konfrontiert. Unternehmenssprecher Peter Rey sagt: „Paketbezogene Daten sind von allen Mitarbeitern mit höchster Sorgfalt zu behandeln. Dafür gibt es klare Regeln, auf die auch alle Mitarbeiter geschult sind. Der geschilderte Vorgang ist absolut inakzeptabel und stellt einen krassen Verstoß gegen die geltenden Regeln dar. DPD hat daher größtes Interesse daran, diesen Vorgang lückenlos aufzuklären und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Aktuell stellt sich die Sachlage trotz einer intensiven Recherche in der verantwortlichen Niederlassung noch nicht klar dar.“

Das hat damit zu tun, dass der Fahrer seit einigen Tagen nicht im Dienst ist und von seinem Arbeitgeber auch noch nicht befragt werden konnte zu der Wegwerf-Aktion in Zustraße.

„Grundsätzlich ist es aber schwer denkbar, dass ein Mitarbeiter, der so etwas tut, von uns noch weiter beschäftigt wird“, sagt Peter Rey vom Deutschen Paketdienst.

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