Phoenix Hagen

Phoenix Hagen rechnet in ProA mit mehr Gegnern als bisher

Das Team von Phoenix Hagen geht im September in die dritte ProA-Saison, die Lizenz dafür gab es ohne Auflagen.

Das Team von Phoenix Hagen geht im September in die dritte ProA-Saison, die Lizenz dafür gab es ohne Auflagen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Die Lizenz hat Phoenix Hagen ohne Auflagen erhalten. Die ProA könnte größer werden, da Nürnberg und Bremerhaven die BBL-Lizenz verweigert wurde.

Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen hat die Lizenz für die ProA zum zweiten Mal in Folge ohne Auflagen erhalten. „Nachdem wir vor zwei Jahren bei Null angefangen haben, quasi als Start-Up, nehmen wir das als Bestätigung und Anerkennung unserer Arbeit“, betonte Geschäftsführer Patrick Seidel. Für die Saison 2019/2020 plant Phoenix zunächst mit dem gleichen Etatansatz - etwa 1,45 Mio Euro - wie im Vorjahr, weil die positive finanzielle Entwicklung durch die Kosten des Trainerwechsels und die Insolvenz zweier Sponsoren beeinträchtigt wurde. Ziel bleibt aber eine nachhaltige Steigerung des Etats. „Alles, was wir jetzt noch an Geld akquirieren, fließt in die Mannschaft“, kündigte Seidel an, etwa in die Finanzierung eines vierten Importspielers.

Neben den Hagenern erhielten mit den Hamburg Towers, die in die Bundesliga aufgestiegen sind, Artland Dragons, Niners Chemnitz, Gladiators Trier, Tigers Tübingen und VfL Kirchheim Knights lediglich sechs weitere Klubs der gerade abgelaufenen ProA-Saison die Lizenz ebenfalls ohne Auflagen. Verweigert wurde allerdings keinem Antragsteller das Liga-Patent, diese müssen nur Auflagen erfüllen. Schalke 04, MLP Academics Heidelberg, Rostock Seawolves, Team Ehingen Urspring, Karlsruhe Lions und Uni Baskets Paderborn gehören so weiter der ProA an, auch die Aufsteiger stehen fest. Neben ProB-Meister Bayer Giants Leverkusen rückt Halbfinalist Panthers Schwenningen für die sportlich qualifizierten WWU Baskets Münster nach, die auf ihr Aufstiegsrecht verzichten.

Rahmenterminplan bietet Puffer

Noch nicht geklärt ist, wer aus der Bundesliga in die ProA kommt. Bisher steht lediglich Science City Jena als Absteiger fest, der zweite - nach aktuellem Stand die Hakro Merlins Crailsheim - wird am Wochenende ermittelt. Dazu könnten aber bis zu zwei weitere Klubs kommen, da Aufsteiger Nürnberg Falcons - vornehmlich wegen fehlender Halle - und den Eisbären Bremerhaven - wegen fehlenden Eigenkapitals - von der BBL die Lizenz verweigert wurde. Beide haben angekündigt, Berufung beim Schiedsgericht einzulegen, Eisbären-Geschäftsführer Wolfgang Grube mutmaßt sogar, der BBL gehe es bei den Entscheidungen „nur um eine Verkleinerung der Liga“.

Bleibt es bei der Lizenzverweigerung, könnte dafür die ProA wachsen, hier erhielten Nürnberg und die Bremerhavener, bei denen seit drei Jahren der Breckerfelder Fabian Bleck spielt, eine Lizenz. „Ich rechne nicht damit, dass wir wie bisher mit 16 Teams starten, eher mit 17 oder 18“, sagt Phoenix-Geschäftsführer Seidel, „gemäß Grundlagenvertrag muss die ProA bis zu fünf Klubs aus der Bundesliga aufnehmen. Das wird noch spannend.“ Der Rahmenterminplan 2019/20, der eine ProA-Saison vom 21. September bis 17. Mai vorsieht, biete genug Puffer für mehr Spieltage als bisher.

Hochkarätiges Vorbereitungsturnier

Gut präpariert für den Saisonstart will Phoenix dann durch ein erstmals ausgerichtetes, hochkarätiges Vorbereitungs-Turnier sein. Am 7./8. September lädt man in die Krollmann Arena am Ischeland ein, beim Vierer-Turnier sollen sich neben den Hagenern um Trainer Chris Harris ein weiterer ProA-Klub und zwei Erstligisten messen. Einer davon sollen die Gießen 46ers mit den langjährigen Phoenix-Trainern Ingo Freyer und Steven Wriedt sein.

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