Rückenwind für GWG-Planung

Politik setzt auf Abriss von Block 1 in Hagen-Wehringhausen

Die neue Kita an der Lange Straße soll sich harmonisch in das Stadtbild einfügen.

Die neue Kita an der Lange Straße soll sich harmonisch in das Stadtbild einfügen.

Foto: GWG

Wehringhausen.   Die Hagener Politik unterstützt mehrheitlich die GWG-Planung für Wehringhausen. Dort soll ein Wohnblock zugunsten einer Kita abgerissen werden.

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Der Abriss des sogenannten „Blocks 1“ mit seinen 130 Wohnungen in Wehringhausen zwischen der Lange und der Minervastraße rückt näher:

Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich mit breiter Mehrheit dafür ausgesprochen, auf ein aufwändiges, mehrjähriges Bebauungsplanverfahren zu verzichten und das von der Gemeinnützigen Wohnstättengenossenschaft (GWG) angedachte Konzept für den Standort im vereinfachten Verfahren weiterzuverfolgen.

„Damit haben wir unser Etappenziel erreicht“, meinte GWG-Vorstand Christoph Rehrmann nach der Sitzung. Sein Unternehmen werde jetzt die Planung konkretisieren und voraussichtlich spätestens nach der Sommerpause einen Bauantrag einreichen.

Die GWG möchte an dem Standort die aufgrund der veralteten Grundrisse nicht mehr sanierbaren Mehrfamilienhäuser komplett abreißen, um Platz für eine sechszügige Kindertagesstätte sowie einen Lebensmittel-Discounter zu schaffen. Erste Projektskizzen waren in den vergangenen Wochen bereits den Bürgern in Wehringhausen vorgestellt worden.

Impuls für den Mietwohnungsmarkt

CDU-Ratsherr Stefan Reinke und sein Grünen-Kollege Hans-Georg Panzer machten deutlich, dass der Abriss von 130 Einheiten angesichts der Ergebnisse der Wohnungsmarktstudie ein richtiger und wichtiger Impuls sei, um den Mietwohnungsmarkt zu stabilisieren. Zudem sei die Schaffung von 120 Kita-Plätzen ein bedeutender Schritt, zumal in Hagen 600 Plätze fehlten.

Hingegen reklamierten die SPD-Vertreter im Stadtentwicklungsausschuss, die sich im Anschluss alle der Stimme enthielten, weiteren Erörterungsbedarf. Vor allem sei zu prüfen, ob weiterer Einzelhandel nach Wehringhausen passe und die zusätzlichen Verkehre verträglich seien. Diese Aspekte sollen jetzt bei der weiteren Prüfung des Bauvorhabens genauer betrachtet werden.

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