Aktionswoche

Polizei will Hagener Bürger gegen Einbrecher sensibilsieren

So können Sie sich vor Einbrechern schützen

Thomas Genster von der Hagener Polizei berät bei der Aktion "Riegel vor" Bürger, wie sie sich vor Einbrechern schützen können. Video: Michael Kleinrensing
Mi, 11.10.2017, 17.01 Uhr

So können Sie sich vor Einbrechern schützen

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Hagen.   Bürger können sich bei der Polizei informieren, wie sie ihre eigenen vier Wände am besten vor Einbrüchen sichern. Die Zahl der Versuche steigt.

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Für viele Menschen, die Opfer eines Einbruchs geworden sind, hat dieser Vorfall ihr ganzes Leben verändert. Häufig haben sie noch Jahre später mit der psychischen Belastung zu kämpfen, während der materielle Schaden eher zweitrangig ist. Um diesen Erlebnissen vorzubeugen, veranstaltet die Polizei NRW dieses Jahr wieder eine landesweite Aktionswoche unter dem Motto „Riegel vor! Sicher ist sicherer!“ Auch in Hagen gibt es Veranstaltungen zur Sensibilisierung der Bürger.

„Die Einbruchzahlen sind zwar rückläufig, aber jeder Einbruch ist einer zu viel“, meint Thomas Genster, der bei der Hagener Polizei unter anderem für Kriminalprävention zuständig ist.

Die Fallzahlen des Wohnungseinbruchdiebstahl sind tatsächlich 2016 um 15,7 Prozent auf 52578 Fälle gesunken, jedoch verzeichnet die Polizei einen Anstieg der versuchten Einbruchsdelikte.

Sicherung der Türen und Fenster

„Wichtig für uns ist es, den Bürgern zu vermitteln, was sie tun können, damit ihr Zuhause sicherer ist“, so Genster. Die Fragen der Interessierten würden sich vor allem um die Sicherung von Fenstern und Türen drehen. Außerdem hätten eher die im Erdgeschoss wohnenden und älteren Menschen Angst vor Einbrüchen.

Kern der Kampagne sind drei einfache Regeln gegen Einbrecher: auf verdächtige Situationen und Personen achten, im Verdachtsfall die 110 wählen und die kostenlose und neutrale Beratung der Polizei in Anspruch nehmen. Die Beratung am Stand könne zwar einen Grundstein legen, doch „wichtig ist die individuelle Beratung vor Ort“, sagt der Polizist. Häufig resultiere aus den Gesprächen am Stand auch eine individuelle Beratung zu Hause.

Die meisten Interessierten sind 40 und älter

„Die meisten Menschen, die zu uns kommen, sind 40 oder älter. Die Jugend versuchen wir über soziale Medien wie Facebook zu erreichen“, erklärt Thomas Genster die gute Resonanz der Hagener.

Die Polizei ruft die Bevölkerung zu Wachsamkeit und frühzeitiger Kontaktaufnahme mit ihnen auf. Wenn Bürgern etwas Verdächtiges auffalle, sollten sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig den Notruf wählen. Genster: „Häufig ist das Bauchgefühl richtig“.

In der dunklen Jahreszeit, die im Moment beginnt, nehmen Einbrüche erfahrungsgemäß zu – insofern eine Aktion, die zum richtigen Zeitpunkt aufklärt. Immerhin scheitert schon jetzt dank modernerer Sicherheitstechnik fast jeder zweite Einbruchsversuch: Die Tat soll schnell vonstattengehen – gute Technik kann zu einer Verzögerung und letztlich zum Abbruch führen. Der kostenlose Service der Polizei ist also definitiv eine Überlegung wert.

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