Gericht

Prozess um dramatischen Raser-Unfall in Hagen beginnt im Mai

Der Horror-Unfall geschah gegen kurz nach 21 Uhr  am 19. Mai 2016.

Foto: Michael Kleinrensing

Der Horror-Unfall geschah gegen kurz nach 21 Uhr am 19. Mai 2016. Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Ein Jahr nach dem Raser-Unfall mit Schwerverletzten auf der Feithstraße beginnt am 29. Mai der Prozess. Der Fall sorgte weithin für Aufsehen.

Der Termin steht jetzt fest: Am Montag, dem 29. Mai, soll im Landgericht der sogenannte „Raser-Prozess“ beginnen. Verhandelt wird der Fall, der bereits im Vorfeld für bundesweites Aufsehen gesorgt hat, vor der 6. Großen Strafkammer. Bislang sind – bis zum 3. Juli – fünf Verhandlungstage anberaumt.

Rückblende: Am 19. Mai letzten Jahres war es auf der Feithstraße zu einem schweren Frontalunfall mit fünf Schwerverletzten gekommen. Der Fahrer (33) eines schwarzen Audi A6 soll sich zuvor mit dem Fahrer (46) eines roten Skoda ab dem Boeler Ring ein illegales Autorennen geliefert haben. In Höhe der Fernuni geriet der Skoda in den Gegenverkehr und prallte mit zwei entgegenkommenden Autos zusammen. Bei der Karambolage wurde ein Sechsjähriger schwer verletzt – die Ärzte kämpften tagelang um sein Leben.

Zweiter Angeklagter bleibt in Haft

Der Audi-Fahrer war vom Unfallort geflüchtet, hatte sich jedoch nachts im Beisein eines Anwalts bei der Polizei gestellt. Er sitzt seit über acht Monaten in Haft. Aber nicht wegen dieser Sache, sondern wegen eines Apotheken-Einbruchs in Vorhalle, bei dem ein Tresor gestohlen wurde. Sein Antrag auf Haftverschonung ist letzte Woche vom Landgericht abgelehnt worden. (Az. 48 Ns 1/17).

Raser-Unfall auf Feithstraße nachgestellt

Das mutmaßliche Rennen zweier Raser wurde auf Anordnung des Landgerichtes von Sachverständigen nachgestellt. Es hätte auf der Feithstraße mehreren Menschen, darunter zwei Kindern, im vergangenen Mai fast das Leben gekostet.
Illegales Rennen auf Feithstraße nachgestellt
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