Aus Hagener Unternehmen

Q1-Award öffnet der Firma Ernst auf dem Feld der Abgastechnologie Türen in alle Welt

Foto: WP Michael Kleinrensing

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Hagen. Das Klagelied der Krisenszenarien gehört in diesen Tagen vor allem in der Autobranche sowie bei den Zulieferern zum gepflegten Umgangston. Hans-Gerhard Schmidt redet hingegen weder über Kurzarbeit noch über Massenentlassungen.

Auch eine Verlegung des Produktionsstandortes nach Osteuropa gilt beim Geschäftsführer der Firma Ernst-Apparatebau, seit 1919 Hersteller innovativer Abgastechnologie, als verpönt.

„Wir verfügen über hochmotivierte Mitarbeiter mit viel Know-how. Wenn man gewisse Qualitätskriterien dauerhaft am Markt etablieren will, sind diese Qualifikationen durch nichts zu ersetzen”, formuliert der Unternehmensführer des mittelständischen Betriebes in Hagen-Kabel mit derzeit 160 Beschäftigen ein unmissverständliches Bekenntnis zum Standort Hagen.

Den Lohn für kontinuierliches Arbeiten auf höchstem Qualitätsniveau erhielt das Unternehmen jetzt von den Ford-Werken: Seit zwei Jahren liefert Ernst Schalldämpfer für den Autobauer entsprechend dessen geforderten, strengen Qualitäts- und Prüfvorgaben. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf höchstem Niveau, die jetzt mit dem „Q1-Award” der Ford-Werke unterstrichen wurde. Die Auszeichnung erhalten ausschließlich Zulieferer, welche die hohen Anforderungen des Automobilherstellers in puncto Qualität, pünktliche Lieferung und Materialwirtschaft erfüllen und den entsprechenden Standard bieten. „Mit dieser Beförderung rücken Sie in den inneren Zirkel der von Ford bevorzugten Partner”, betonte Wilfried Hoffmann, Ford-Manager European Supply & Logistics, bei der Übergabe der Q1-Plakette. „Prozesskontrolle, transparente Produktion, kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen und kontinuierliches Hinterfragen des Erreichten sind die Grundlagen für den Q1-Status”, erläuterte der Ford-Vertreter, dass es sich um einen permanenten Prozess handele. Zwei Drittel der Kunden halten der Marke Ford die Treue, solange der Service stimmt. Und an dieser Stelle rückt vor allem die Qualität von Zulieferer-Produkten wie aus dem Hause Ernst in den Mittelpunkt.

Den Hagenern fällt am Rande der Wandhofener Straße meist nur das imposante, vollautomatische Hochregallager (20 Meter breit, 30 Meter hoch, 120 Meter lang, 3300 Quadratmeter Nutzfläche, Platz für 16 000 Euro-Gitterboxen) ins Auge. Die eigentlichen Produktionshallen im Schatten des kubischen Zweckbaus, in denen im Zweischichtbetrieb Hochtechnologie produziert wird, bleiben dahinter nahezu unbemerkt. „Von der Unternehmensphilosophie über die Forschung und Entwicklung bis hin zur Materialauswahl und Fertigung ist alles auf Premium-Qualität ausgerichtet”, beschreibt Schmidt das Konzept des Hauses. Mit dieser Strategie konnte Ernst nicht nur Ford als Hauptkunden gewinnen, sondern produziert auch für zahlreichen weitere namhafte deutsche und japanische Marken. „Unser Marktschwerpunkt liegt natürlich in Europa, doch als Abgasspezialist importieren wir natürlich auch an Industrie und Großhandel in Asien, Nordafrika sowie in die USA.” Absatzmärkte die sich mit dem international gültigen „Q1-Award” für die Firma Ernst weiter öffnen sollen.

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