Unglück

Radfahrer umkurvt Schranken und stirbt an Bahnübergang

Tödlicher Unfall am Bahnübergang Barmerfeld. Ein Zug erwischte einen Fahrradfahrer.

Tödlicher Unfall am Bahnübergang Barmerfeld. Ein Zug erwischte einen Fahrradfahrer.

Foto: Lutz Risse

Hohenlimburg.   Ein Fahrradfahrer wurde am Bahnübergang „Barmerfeld“ in Hohenlimburg von einem Zug erfasst. Er war auf der Stelle tot.

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Tödlicher Unfall am Bahnübergang „Barmerfeld“ an der Hohenlimburger Straße gestern Nachmittag gegen 14 Uhr. Ein Fahrradfahrer wurde von einem Personenzug erfasst. Er war auf der Stelle tot.

Der Bahnübergang „Barmerfeld“ wird bei der Überfahrt eines Zuges nur durch Halbschranken „geschlossen“. Oftmals missachten Fußgänger und Fahrradfahrer die Halbschranken und passieren den Übergang noch. Nach ersten Erkenntnissen hat wohl auch der Fahrradfahrer versucht, den Bahnübergang trotz gesenkter Halbschranken noch zu überqueren. Das bestätigte im Verlauf der Ermittlungen auch Ulrich Hanki, Pressesprecher der Polizei in Hagen

Der Personenzug war von Hagen aus in Fahrtrichtung Iserlohn unterwegs, der nächste Halt wäre am Hohenlimburger Bahnhof gewesen. Am „Barmerfeld“ passierte es – der Fahrradfahrer, der in Richtung Hohenlimburger Straße unterwegs war, schob sein Fahrrad über den Bahnübergang und wurde von der Bahn erfasst, kurz bevor er die gegenüberliegende Seite erreicht hatte. Notarzt, Feuerwehr und Polizei rückten nach Eingang des Notrufes um 13.55 Uhr sofort aus, konnten für den Radfahrer allerdings nicht mehr tun. Er verstarb an Ort und Stelle

42 Fahrgäste

Der Zug kam in Höhe der Schrebergärten an der Hohenlimburger Straße, kurz vor dem nächsten Bahnübergang an der Färberstraße zum Stehen. Im Zug befanden sich 42 Fahrgäste, die dann den Weg nach Hohenlimburg zu Fuß antreten mussten. Der Lokführer erlitt einen Schock, eine Notfallseelsorgerin hat sich nach dem Unfall um ihn gekümmert. Anschließend wurde er ins Krankenhaus gebracht. „Allen anderen Fahrgästen geht es soweit gut“, so die Einsatzleitung der Feuerwehr.

Die Polizei sperrte den Bahnübergang am Barmerfeld sofort ab, auch die Bahn sperrte den Schienenverkehr in beide Richtungen sofort.

Die Identität des Mannes konnte die Polizei noch nicht feststellen, da er keine Papiere bei sich hatte. Die Polizei fand lediglich ein Schlüsselbund bei ihm.

„Diese Halbschranken sind natürlich sehr gefährlich“, warnte Ulrich Hanki. Selbst, wenn noch kein Zug weit und breit zu sehen ist, sollte der Bahnübergang auf keinen Fall überquert werden.

Geschwindigkeit sehr hoch

Nicht zum ersten Mal kam es an heimischen Bahnübergängen mit Halbschranken zu tödlichen Unfällen. Ein Mitarbeiter einer ansässigen Firma im Barmerfeld beobachtet täglich die vorbeirauschenden Züge: „Sie fahren in dieser Ecke noch mit einer sehr schnellen Geschwindigkeit, die man vor dem Übergang nicht einschätzen kann. Vor geschlossenen Schranken muss man stehen bleiben.“

Hintergrund

  • In Hohenlimburg gibt es zwei Bahnübergänge mit Halbschranken. Einer befindet sich am „Barmerfeld“, der zweite an der Färberstraße.

  • Auch wenn noch kein Zug zu sehen ist, sollte der Übergang bei gesenkten Halbschranken niemals passiert werden. Davor wird ausdrücklich gewarnt.

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