Kommentar

Radikal aber richtig

Fünfmal mehr Haltestellen, Busse im Zehn-Minuten-Takt bis in die Quartiere hinein. Das klingt radikal.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Fünfmal mehr Haltestellen, Busse im Zehn-Minuten-Takt bis in die Quartiere hinein. Das klingt radikal. Und diese Vorschläge des Verkehrsexperten Prof. Heiner Monheim haben so gar nichts mehr zu tun mit dem Öffentlichen Personennahverkehr, den uns die Sparbeschlüsse der vergangenen Jahre beschert haben.

Noch nie stand die defizitäre Hagener Straßenbahn AG finanziell so gut da, wie im letzten Jahr. Aber um welchen Preis?

Ja – wer will kann auch jetzt auf Bus und Bahn umsteigen. Aber – und damit hat Monheim Recht – wir muten dem Fahrgast, insbesondere dem älteren, wesentlich mehr zu als dem Autofahrer, der sich ja immer als Melkkuh der Nation sieht.

In Teilen aber sind sie Deckungsgleich, der Autofahrer und der Fahrgast. Nun gilt es die, die schon jetzt gelegentlich auf das Auto verzichten, noch öfter dazu zu bewegen. Und es geht darum, neue Fahrgäste hinzuzugewinnen.

Dafür ist ein radikaler Ansatz der richtige. Nur wer so denkt, kann etwas bewegen. Wenn am Ende des Prozesses steht, dass eine Linie hinzukommt oder am Abend einzelne Linien länger verkehren, ist nichts erreicht. Jens Stubbe

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben