Lenneroute

Radwege-Planung stockt noch

Haseufer-Weg in der Innenstadt von Osnabrück gilt als Vorbild für einen Weg an der Lenne in Oege.

Foto: Stadt Osnabrück

Haseufer-Weg in der Innenstadt von Osnabrück gilt als Vorbild für einen Weg an der Lenne in Oege. Foto: Stadt Osnabrück

Hohenlimburg.  Die Entwicklung des neuen Radwege-Konzeptes läuft noch nicht rund. Das Dortmunder Planungsbüro rechnet erst im Spätherbst mit Ergebnissen.

Es wäre sicherlich verfrüht, von einem Fehlstart zu sprechen. Gleichwohl hätte sich so mancher Hohenlimburger Kommunalpolitiker gewünscht, dass die Mitarbeiter des federführenden Dortmunder Büros zum Start der Planungen des Hagener Radverkehrskonzeptes etwas kräftiger in die Pedalen getreten hätten. Denn ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzeptes ist der Lückenschluss des Radweges zwischen Letmathe und der Hohenlimburger Innenstadt. Diesen erhofft sich die Hohenlimburger Bezirksvertretung seit vielen Jahren.

In Frühjahr schienen die Planungen in Schwung zu kommen.

Bezirksvertretung am 4. Mai informiert

Am 4. Mai teilte die Hagener Verwaltung nämlich in einer Stellungnahme an die Hohenlimburger Politiker mit, dass nach der Sommerpause mit ersten Ergebnissen zu rechnen sei.

Das scheint nicht zu gelingen. Denn die Dortmunder Planersozietät tritt auf die Bremse. Projektleiter Christian Bexen geht davon aus, dass voraussichtlich erst im Herbst/Winter mit ersten Ergebnissen einer Bestandsanalyse zu rechnen sei. Deshalb hakte diese Zeitung nach.

Idee bereits 2013 geboren

Zur Vorgeschichte: Einen Anschluss des Radweges von der Iserlohner Stadtgrenze bis zur Hohenlimburger Innenstadt steht ganz oben auf der Prioritätenliste der Bezirksvertretung. Bereits im Jahr 2013 hatten sich Radsportfreunde um den Oeger Eberhard Schwestka, in Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Letmather Werbegemeinschaft und Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg), der Herausforderung angenommen, den in Winterberg (Hochsauerland) beginnenden Lenneradweg auch auf Hohenlimburger Stadtgebiet benutzerfreundlich zu gestalten. Denn zwischen der Stadtgrenze von Letmathe und der Hohenlimburger Innenstadt ist ein solcher de facto nicht vorhanden.

Letmathe möchte im kommenden Jahr vollenden

Dennoch schlummerte dieser Impuls für viele Monate in den Schubladen der Hagener Verwaltung. Erst, als im Oktober des vergangenen Jahres die Bezirksvertretung den Lückenschluss des Lenneradweges zwischen dem Lennepark und der Stadtgrenze zu Letmathe noch einmal aufs Tapet brachte, kam wieder Bewegung in die Planungen, zumal der Radweg auf Letmather Terrain aktuell deutliche Fortschritte macht und im nächsten Jahr vollendet werden soll.

Doch dann klemmt es an der Stadtgrenze zu Hagen. Auch, weil es bislang für den Bereich Oege keinen planerischen Königsweg gibt und eine Finanzierung darüber hinaus in den Sternen steht.

Was ist bislang passiert?

Was aber ist bislang geschehen? Dazu Projektleiter Christian Bexen: „Erst vor kurzem hat das Auftaktgespräch mit Vertretern der Stadtverwaltung Hagen stattgefunden. Wir stehen noch am Anfang der Arbeiten.“ Bexen selbst ist als Verantwortlicher nur an einem Tag pro Woche im Büro. Aus diesem Grund wird dieses Projekt von einem mehrköpfigen Team bearbeitet.

Deshalb kann er zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Einschätzungen abgeben, ob die Idee, den Radweg zwischen dem Fährbachtal und der Lollo-Brücke auf Stelzen zu setzen, realistisch ist. „Bei einer solchen Maßnahme sind eine Vielzahl an Komponenten und Aspekten zu berücksichtigen. U. a. die Beschaffenheit des Untergrundes, die Berücksichtigung möglicher Hochwasserstände und die Verträglichkeit mit Flora und Fauna sind die Kriterien, die in die Planungen einfließen.“

Weg auf Stelzen als Premium-Variante

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg möchte, wie berichtet, in Anlehnung an den Haseufer-Weg in Osnabrück einen Radweg auf Stelzen durch die Lenne führen. Das ist die Premium-Variante. Die Alternativen dazu können nicht einmal als 1-b-Lösung angesehen werden.

Christian Bexen macht deutlich, dass sich die Planung seines Büros am Letmather Radweg orientieren wird. „Es ist für uns selbstverständlich, den Radverkehr bzw. die Radwegeverbindungen stadtgrenzen-überschreitend zu betrachten. Wir werden versuchen, Ansätze aus der Nachbarstadt zu übertragen, beziehungsweise fortzusetzen.“

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