Entscheidung vertagt

Rat tritt beim Glör-Ausstieg noch einmal auf die Bremse

Der Ausstieg aus der Glör-Gesellschaft ist zunächst aufgeschoben. Der OB soll zunächst mit den Partnern noch einmal klärende Gespräche führen.

Der Ausstieg aus der Glör-Gesellschaft ist zunächst aufgeschoben. Der OB soll zunächst mit den Partnern noch einmal klärende Gespräche führen.

Hagen.   Die Entscheidung über den Ausstieg aus der Freizeitgesellschaft Glörtalsperre ist vertagt. Der OB soll noch einmal mit den Partnern verhandeln.

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Der von Oberbürgermeister Erik O. Schulz bereits fest angepeilte Ausstieg aus der Gesellschaft „Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre“ ist vom Hagener Rat zunächst einmal ausgebremst worden. Auf Grundlage eines Kompromissvorschlages der Grünen hat die Politik mit Mehrheit entschieden, dass die Stadt zum einen zunächst mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) verhandeln solle, ob dieser den achtprozentigen Gesellschaftsanteil aus Hagen übernimmt und somit auf diesem Wege die Interessen der Stadt vertreten werden.

Zum anderen soll mit den übrigen Gesellschaftern darüber gesprochen werden, dass die Satzung der GmbH künftig für Beschlüsse über Maßnahmen mit finanziellen Auswirkungen zwingend Einstimmigkeit vorsieht.

Chancenlos durch Minderheitsbeteiligung

In der vorangegangenen Diskussion hatte der OB – mit Rückendeckung der Allianz – deutlich gemacht, dass es ihm weniger um die Steigerung des Glör-Jahresbeitrages um 6000 Euro gehe. Vielmehr wolle die Stadt dem Risiko aus dem Weg gehen, mit einer Minderheitsbeteiligung keine Chance zu haben, weitere Entscheidungen über den Ausbau des Freizeitreviers abwehren zu können.

Zuletzt war der Hagen-Vertreter von den übrigen Gesellschaftern überstimmt worden, so dass die Stadt sich jetzt an entstehenden Investitionskosten mit knapp 70 000 Euro beteiligen muss. „Für mich ist das kein Ausstieg aus der regionalen Verantwortung“, betonte Schulz und verwies darauf, dass Hagen als Mitglied weiterhin über den Mehrheitsanteilseigener RVR (51 %) vertreten sei.

Kein Breckerfelder Badesee

Sprecher der SPD warnten hingegen vor der fatalen Außenwirkung eines Ausstiegbeschlusses. „Das ist eben nicht der Breckerfelder Badesee“, empfahl Fraktionschef Claus Rudel, den direkten regionalen Einfluss nicht einfach aufzugeben. Vor diesem Hintergrund werden jetzt erst noch einmal klärende Gespräche geführt, bevor der Rat in der nächsten Sitzung endgültig entscheidet.

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