Einzelhandel

Real und GWG investieren im Hasper Zentrum Millionen

Wirkt wenig einladend: der Real-Markt an der Vollbrinkstraße. Die GWG und der Handelskonzern investieren gemeinsam einen mittleren einstelligen Millionenbetrag.

Foto: Jens Stubbe

Wirkt wenig einladend: der Real-Markt an der Vollbrinkstraße. Die GWG und der Handelskonzern investieren gemeinsam einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Foto: Jens Stubbe

Haspe.   Der Real-Markt in Haspe wird komplett umgebaut. Davon erhofft sich die GWG Hagen eine Belebung des Stadtteilzentrums.

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Gegenschlag klingt so martialisch. Und so will Christoph Rehrmann dieses Projekt auch nicht verstanden wissen. Trotzdem zählte der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnstätten-Genossenschaft (GWG) zu den argwöhnischsten Kritikern der Entwicklung, die sich gerade ein paar Kilometer entfernt vom Hasper Zentrum auf der Brandtbrache abzeichnet.

Jetzt investiert die GWG gemeinsam mit Real in den zeitgemäßen Umbau des Marktes an der Vollbrinkstraße. Und erhofft sich von diesem Invest in das größte Geschäft des Stadtteil-Zentrums weitere Impulse rund um den Hüttenplatz. „Ich habe immer gesagt, dass es nur ein Hasper Zentrum gibt“, sagt Rehrmann, „niemand muss zum Einkaufen fast bis Gevelsberg fahren.“

Ausnahme-Markt liegt nicht auf der grünen Wiese

Einen mittleren einstelligen Millionenbetrag nehmen GWG und Real gemeinsam in die Hand, um das schon lange in die Jahre gekommenen Geschäft in einen Markt zu verwandeln, in dem der Bereich Lebensmittel an Bedeutung gewinnt. „Wochenmarkt-Atmosphäre“ ist das Stichwort, unter dem mehr Wert auf Regionalität und Saisonalität gelegt werden soll.

„Wenn wir hier bis Ende des Jahres fertig sind, kann man den neuen Markt nicht mehr mit dem jetzigen vergleichen“, sagt Real-Sprecher Markus Jablonski, der das Hasper Geschäft durchaus als Sonderfall für die Kette bezeichnet, die pro Tag deutschlandweit rund 800 000 Kunden zählt. „Er liegt nicht irgendwo auf der grünen Wiese, sondern mitten in der Stadt.“

60.000 Artikel auf 4100 Quadratmetern

Auf 4100 Quadratmetern gibt es rund 60.000 Artikel in Haspe. „Unsere Kunden hier am Ort sind sehr loyal“, sagt Markus Kulisch, „viele kommen häufig und regelmäßig in unseren Markt. Für sie wollen wir etwas tun.“

Denn – das räumen die Real-Verantwortlichen ein – sonderlich einladend sei die Filiale, die in den 80er Jahren noch als „coop“ eröffnet worden war, nicht mehr. „Der Empfang wird emotionaler gestaltet“, so Jablonski, „die Angebote, die nichts mit Lebensmitteln zu tun haben, werden wir straffen.“ Hinzu komme ein neues Lichtkonzept, das die Waren „in Szene“ setze.

Schließung während des Umbaus nicht vorgesehen

Neben der Umgestaltung der Verkaufsfläche werde auch die Haustechnik auf Vordermann gebracht. „Wir arbeiten dabei am ,lebenden Objekt’“, so Jablonski weiter, „eine Schließung der Filiale während des Umbaus ist bislang nicht vorgesehen.“

Flankiert wird der Umbau von einer Baustelle in unmittelbarer Nachbarschaft. Dort lässt die GWG bereits einen unterirdischen Garagenhof einreißen. „Wir füllen auf, schaffen ebenerdig 100 weitere Stellplätze direkt vor der Tür“, sagt Christoph Rehrmann, „auch eine Zufahrt in das Parkhaus wird künftig von der Vollbrinkstraße aus möglich sein.“

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