Anmeldeverfahren

Ricarda-Huch-Gymnasium weist Gerüchte um Schließung zurück

Stefan Völker ist Leiter des Ricarda-Huch-Gymnasiums

Stefan Völker ist Leiter des Ricarda-Huch-Gymnasiums

Foto: Heuel

Nur 40 Kinder für die 5. Klasse: bei der Anmeldung schnitt das Ricarda-Huch-Gymnasium nicht gut ab. Schließungsgerüchte weist die Schule zurück.

Das Ricarda-Huch-Gymnasium (RHG) hat Gerüchte um eine mögliche Schließung der Schule entschieden zurückgewiesen. Im Internet veröffentlichte die Schule eine Stellungnahme zu den hitzigen Diskussionen rund um das Anmeldeverfahren zu den fünften Klassen, das sich um eine Mehrklassenbildung am Albrecht-Dürer-Gymnasium (AD) entzündet hatte.

Die Stadt Hagen und auch die Bezirksregierung hätten ausdrücklich zugesichert, dass es keine Pläne zur Schließung eines Hagener Gymnasiums, speziell auch nicht der Ricarda-Huch-Schule gebe, heißt es auf der Homepage des RHG: „Wir möchten mit dieser Klarstellung vor allem auch die Eltern derjenigen Kinder ansprechen, die für das kommende Schuljahr an unserer Schule angemeldet wurden und deren Beschulung am RHG in keiner Weise gefährdet ist.“

Neuer Schulentwicklungsplan

Tatsächlich hatte Jochen Becker, Leiter des Fachbereichs Bildung, im Gespräch mit unserer Zeitung kurzfristige Konsequenzen ausgeschlossen. Die zukünftige Entwicklung der Hagener Schullandschaft werde im Rahmen eines neuen Schulentwicklungsplans erfolgen, etwaige Änderungen frühestens im Anmeldeverfahren 2021/22 greifen.

Für das RHG hatten sich im diesjährigen Anmeldeverfahren lediglich 40 Familien entschieden, im Vorjahr waren es 45. Sicherlich seien das keine schönen Ergebnisse, erklärte Schulleiter Stefan Völker, seit rund eineinhalb Jahren im Amt, auf Anfrage unserer Zeitung: „Und mir erschließt sich auch nicht, womit das zusammenhängt.“

Starke Fluktuationen

Er habe sich jedoch sagen lassen, dass es in der Vergangenheit immer wieder starke Fluktuationen im Anmeldeverfahren der Hagener Gymnasien gegeben habe. Unter den vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund am RHG seien „sehr gute Schüler“, und aus den beiden Auffangklassen hätten 50 Prozent der Schüler den Übergang ans Gymnasium geschafft: „Wir wollen eine Schule für alle sein, ein heterogenes Abbild unserer Gesellschaft.“

Wegen der unklaren Lage am AD und der noch nicht abgeschlossenen Verteilung der neuen Fünftklässler auf die Gymnasien der Stadt bittet Völker um Verständnis, dass die Zusagen für die Neuanmeldungen nicht vor dem 5. April versandt werden können.

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