Rote Nase und ein verbogener

Hagen.   Der mit der roten Nase ist so etwas wie der rote Faden. Clown Henry, ein Mann aus Venezuela, der keine Worte braucht. Er spricht mit seinen Gesten, er spricht mit seinen Augen. Henry wirbelt durch das Publikum. Er stapft über das Zirkusrund. Er erfüllt Kinderträume, wenn er einen kleinen Besucher zum Star der Manege macht. Und er bastelt sich aus fünf Zuschauern ein eigenes Orchester.

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Der mit der roten Nase ist so etwas wie der rote Faden. Clown Henry, ein Mann aus Venezuela, der keine Worte braucht. Er spricht mit seinen Gesten, er spricht mit seinen Augen. Henry wirbelt durch das Publikum. Er stapft über das Zirkusrund. Er erfüllt Kinderträume, wenn er einen kleinen Besucher zum Star der Manege macht. Und er bastelt sich aus fünf Zuschauern ein eigenes Orchester.

Henry genießt den Applaus, er verschwindet hinter dem großen roten Vorhang, und doch kommt er immer wieder. Bei der Premiere des Zirkus Charles Knie auf dem Otto-Ackermann-Platz.

Einer der letzten großen Zirkusse

Manege frei in einem der letzten großen Zirkusse, die durch Deutschland touren. Eine Mange, in der neben Clowns und Artisten auch Tierlehrer mit Kamelen, Pferden oder Laufenten stehen. Nicht unumstritten in der Stadt (unsere Zeitung berichtete), und doch faszinieren auch diese Darbietungen hunderte Zuschauer, die zur ersten Vorstellung in das 1440 Zuschauer fassenden Zelt gekommen sind.

Marek Jama - gerade ausgezeichnet beim Zirkusfestival in Monte Carlo - ist einer von zwei Tierlehrern, die bei Charles Knie in der Manege stehen. Mit Pferden, mit Zebras, mit exotischen Rindern und mit bezaubernden Tänzerinnen. Jochen Krenzola Junior ist der andere. Mit einem Papageien, mit Tauben, mit einer Katze und Pablo, dem Schwein, das einen Teppich ausrollen kann.

Die Show, die von einer Liveband, einer Sängerin und eigenem Ballett begleitet wird, besticht durch Perfektion und Rasanz. Wenn die Messoudis Keulen kreuz und quer durch das Zirkusrund fliegen lassen und damit Brillen von der Nase und eine Zigarette aus dem Mund schießen. Oder wenn die Trapez-Truppe Flying Wulber unter der Kuppel des großen Viermast-Zeltes hin und her fliegen. Und dann ist da noch César Pindo, ein Mann aus Ecuador, der seine Füße ohne Probleme hinter den Kopf stecken kann. Er faltet seinen Körper derart zusammen, dass er in eine Spielzeugkiste passt. Deckel zu.

Die Faszination, die all das auslöst, spiegelt sich in den Augen und im Applaus der Besucher wider. Darunter sind am ersten Nachmittag besonders viele Kinder. „Wir verstehen uns als klassischer Familienzirkus“, sagt Zirkus-Sprecher Patrick Adolph, „als einer aber, der hohes internationales Niveau bietet.“ In zehn weiteren Vorstellungen will der Zirkus das in Hagen beweisen. Dann packen Henry und seine Kollegen. Nächste Station: Koblenz.

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