Wohnkonzept

Ruf nach Hagener Leitbild und einer Strategie wird lauter

Blick vom Bismarckturm auf den Kuhlerkamp, ein Hagener Viertel mit guten Wohnlagen.

Blick vom Bismarckturm auf den Kuhlerkamp, ein Hagener Viertel mit guten Wohnlagen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Nach der Gründung des Unternehmer-Rates schickt sich jetzt die „Uni50plus“ an, konzeptionelle Verbesserungsvorschläge für die Verwaltung zu erarbeiten.

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Nach der Gründung des Unternehmer-Rates (wir berichteten) schickt sich ein weiterer Hagener Zusammenschluss an, strategische Konzeptionierung und konstruktive Vorarbeiten in Form von Verbesserungsvorschlägen für die Hagener Verwaltung zu erarbeiten. Während der Unternehmerrat das Thema Wirtschaftsförderung ins Visier nimmt, blickt die „Uni50plus Hagen“ auf die Themen Migration und Wohnentwicklung. Der Ruf aus der Bevölkerung nach einem gesamtstädtischen Leitbild für alle Lebensbereiche und die Zukunft der Stadt wird immer lauter.

Die Philosophie

Die Gruppe ist ein Zusammenschluss Hagener Bürger im Alter jenseits von 50 Jahren, die sich tiefergehend und wissenschaftlich in Problemstellungen einarbeiten und – ähnlich wie der Unternehmerrat – konstruktive Lösungsvorschläge erarbeiten möchten. Vorausgesetzt – so die Gruppe um Rolf Willaredt und Klaus Hirschberg – Partizipation in dieser Form ist auch gewünscht in Hagen.

Wohnen in Hagen

Im Frühjahr 2015 hat sich die WESTFALENPOST in der großen Serie „So wohnt Hagen“ dem Thema Wohnentwicklung an der Volme gewidmet. Die „Uni50plus“ greift es wieder auf. Formen interkultureller Lebensgestaltung, die Durchmischung von Wohnquartieren, lebendige Quartiersentwicklung, Visionen und Strategien – dicke thematische Bretter, die die Gruppe gemeinsam mit Fachleuten und Wissenschaftlern bohren will. Mit einer vierteiligen Vortragsreihe in der Villa Post (immer kostenlos) will die Gruppe Bürger mit in den Denkprozess einbeziehen. Zur Auftaktveranstaltung „Wohnen im 21. Jahrhundert. Wem gehört diese Stadt?“ wird neben Wissenschaftlern, Architekten und Marco Boksteen, Geschäftsführer der Hagener Wohnungsgenossenschaft, auch WP-Redaktionsleiter Michael Koch vor dem Hintergrund der Ergebnisse von „So wohnt Hagen“ referieren.

Wichtig sei dabei die Frage: Welchen Einfluss haben Immobilienbesitzer auf die Entwicklungen in Hagen? Und wer sind eigentlich die Immobilienbesitzer? Wo grenzen sich Sozialräume ab? Wie können in der Tradition einst groß angelegter Stadtentwicklungsprojekte wie Hohenhagen (1909 gestiftet durch Karl Ernst Osthaus) oder der als „Gartenvorstadt“ angelegte Stadtteil Helfe heute mit neuen, der Struktur der Stadt Rechnung tragenden Modellen, weitergedacht werden?

Migration in Hagen

Der ganz große Hype um den Flüchtlingszustrom ist vorüber. Städte wie Hagen befinden sich jetzt in dem intensiven Prozess, die Integration der neuen Mitbürger gelingen zu lassen. Das Unterstützungsangebot, so stellt die Gruppe fest, ist groß in Hagen. Doch das Potenzial an Hilfen, Unterstützung und Begleitung werde nirgends gebündelt und kanalisiert. So entstehen Hilfefelder im Flüchtlingsbereich, in denen mehrere Träger, Einrichtungen oder Vereine mit dem gleichen Angebot auf dem Markt sind – ohne dass sich dabei in einem gesamtstädtischen Sinne abgesprochen wurde.

Auf der bei der Freiwilligenzentrale angesiedelten Homepage www.fluechtlingeinhagen.de (die Seite ist schon aktiv, aber noch im Aufbau) werden all diese Angebote künftig kalendarisch gebündelt präsentiert.

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