Kultur

Rundgang durch den Werkhof Hohenlimburg

Rundgang durch das Werkhof-Kulturzentrum

Foto: Lutz Risse

Rundgang durch das Werkhof-Kulturzentrum Foto: Lutz Risse

Hohenlimburg.   Vor der Benefiz-Veranstaltung im Kulturzentrum Werkhof hat sich die WESTFALENPOST das alte Gebäude auf einem Rundgang angesehen.

Das ehemalige Gebäude der Hohenlimburger Schlossbrauerei an der Herrenstraße strahlt durch viele Ecken und Winkel seinen Charme aus. Und selbst langjährige Mitglieder kennen dort nicht alle Räume.

Werkhof Hohenlimburg

Rundgang Werkhof Hohenlimburg
Werkhof Hohenlimburg

Horst Bach, Vorsitzender des Werkhof e.V., sowie Mesut Varol vom Kulturbüro, nehmen die WESTFALENPOST im Vorfeld der Benefizveranstaltung „Rettet den Werkhof“ am morgigen Samstag, 7. Oktober, ab 18 Uhr mit zu einem Rundgang hinter die Kulissen. Los geht’s im Foyer nach dem Eingang, wo die Besucher der Veranstaltungen ein kühles Getränk zu sich nehmen können. Dann geht es direkt in die Katakombe. Hier finden die Konzerte statt.

Von Extrabreit und Green bis Hannes Wader

Dort sind schon Bands wie Extrabreit, Green und Grobschnitt aufgetreten, aber auch der Liedermacher Hannes Wader. ,Wenn diese Wände reden könnten ... ’, denkt der Beobachter. „Das können sie aber nicht, wir haben die Wände extra dick gestrichen“, sagt Horst Bach mit einem Schmunzeln.

Vor der Bühne befindet sich eine Tür. Die bleibt normalerweise verschlossen, denn der Raum dahinter ist für die Schaulustigen nicht zugänglich. „Das ist der Backstage-Bereich“, erklärt Mesut Varol. Alle haben sie auf dem Ledersofa gesessen, den Auftritten entgegen gefiebert, sich vielleicht noch etwas Mut angetrunken.

Außerhalb der Couch befindet sich noch ein Kühlschrank und ein Waschbecken im Backstage-Raum. Nicht das richtige Ambiente für die großen Stars, aber die Bands, Interpreten und Künstler, die im Werkhof auftreten, sind damit vollauf zufrieden. „Den Verein Werkhof e.V. gibt es seit 1986. Vielleicht stehen diese Möbel seit 1988 hier“, sagt Horst Bach.

Zusätzliche Stühle, wenn Saaal-Kapazität nicht reicht

Über einige Ecken und Treppenstufen geht es in den Saal. Dort treten die Theatergruppen wie Mummpitz oder „Alternativ“ auf, die Tanzetage von Susanne Langmann-Eyer probt hier seit Jahrzehnten. „Hier haben wir im vergangenen Jahr alle Fenster erneuert“, erklärt Horst Bach. Auf einer Empore – neben dem Technikraum – können auch noch zwei Stuhlreihen aufgebaut werden, wenn die Kapazitäten des Saales nicht mehr ausreichen.

Über den Hof – hier verleben die Gäste ihre Raucherpausen – gewährt Martin Werner der WP einen Einblick in sein Tonstudio „Goldsoundmusic“. Hier nimmt er gerade mit Maré Redweik und Dominik Bauer auf. „Wir sind seit 2008 hier, nehmen von Klassik, Jazz oder Rock ‘n Roll hier alles auf“, sagt Martin Werner. „Der Werkhof ist eine tolle Institution. Ich hoffe, dass es auch nächstes Jahr weiter geht. Ich wünsche der Veranstaltung am Samstag großen Erfolg.“

Cafeteria ist ausgezogen

Die WESTFALENPOST geht die Herrenstraße hinab, und Mesut Varol öffnet die ehemalige Werkhof-Kneipe. Die frühere Cafeteria ist ausgezogen. „Wir haben Pläne, die Kneipe wiederzubeleben. Es ist der schönste Raum im ganzen Gebäude“, so Horst Bach.

Um in der Küche wieder kochen zu können, müssen noch einige brandschutztechnische Auflagen erfüllt werden. „Derzeit vermieten wir die Kneipe für private Veranstaltungen mit etwa bis zu 40 Gästen. Das ist für uns eine kleine Einnahmequelle“, sagt Horst Bach. Brandschutztechnische Auflagen – die beschäftigen derzeit das gesamte Kulturzentrum.

Daher die Benefiz-Veranstaltung am morgigen Samstag, präsentiert von der WP. Die Erlöse gehen an den Werkhof. „Bis Ende des Jahres ist das Kulturprogramm gesichert“, stellt Horst Bach klar. Aber es muss in diesem traditionellen, herrlichen Ambiente einfach weitergehen.

Programm Benefiz-Abend

Der Ablaufplan für den Benefiz-Abend Werkhof: 18 Uhr: Tanzetage, Saal (S); 18.20 Uhr: Divided-Soul, Band des Gymnasiums, Katakombe (K);19 Uhr: Karl Hartmann (S); 19.20 Uhr: LenneBrothers (K);20 Uhr: Ralf Schlüter (S); 20.20 Uhr: Küppers, Beck’s & Brinkhoff’s (K); 20.50/55 Uhr: Scheckübergabe der Theatergruppen (K); 21 Uhr: Martin Eickmann (S); 21.20 Uhr: Ring (K); 22 Uhr bis Ende: Halber Liter und Gäste (Jini Meyer, Milla Kapolke, Rolf Möller), (K).

Eintritt: 10 Euro Vorverkauf (u.a. Hohenlimburger Buchhandlung; Lotto Marx); 14 Euro Abendkasse.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik