Umwelt

Schadstoff-Probleme: SIHK kritisiert Stadt Hagen

Die Häuserschlucht am Märkischer Ring:  Am Finanzamt wird die  Feinstaubproblematik  besonders deutlich.

Die Häuserschlucht am Märkischer Ring: Am Finanzamt wird die Feinstaubproblematik besonders deutlich.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Mit Unverständnis nimmt die Wirtschaft die Einschätzung der Stadt auf, man habe zur Vermeidung von Dieselfahrverboten die Hausaufgaben erledigt.

Mit Unverständnis nimmt die Wirtschaft die Einschätzung der Stadt zur Kenntnis, man habe zur Vermeidung von Dieselfahrverboten die Hausaufgaben erledigt.

„Wenn vor Jahren gemachte Vorschläge liegen gelassen und aktuelle Vorschläge zum Teil nicht aufgegriffen werden, stellt sich die Frage, ob tatsächlich der Wille vorhanden ist, Fahrverbote zu vermeiden oder diese bewusst riskiert werden“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK), Andreas Lux.

Weitere Schwächung

Nur müsse man dann auch klar sagen, dass man eine weitere Schwächung der Standortqualität – und am Ende auch des Gewerbesteueraufkommens – in Kauf nehme.

„Denn wenn sich im Fall der Fälle erst einmal rumgesprochen hat, dass es ein oder mehrere Fahrverbote in Hagen gibt, werden sich potenzielle Kunden aus dem Umland genau überlegen, ob sie sich überhaupt die Mühe machen oder direkt in andere Städte zum Einkaufen fahren“, macht Lux auf die Folgen für den Einzelhandel aufmerksam.

Bereits im Februar habe der SIHK-Regionalausschuss mit dem Einzelhandelsverband Südwestfalen, dem Märkischen Arbeitgeberverband, der Handwerkskammer Dortmund, der Kreishandwerkerschaft Hagen, dem DEHOGA und der Hagen-Agentur das Papier „Positionen der Wirtschaft zu drohenden Diesel-Fahrverboten in Hagen“ veröffentlicht.

Reines Abwarten zu wenig

„Auf unsere Vorschläge, wie zum Beispiel nach Düsseldorfer Vorbild auch in Hagen eine Partnerschaft für effiziente und umweltgerechte Mobilität zwischen Stadt und Wirtschaft zu gründen, erwarten wir endlich eine Reaktion“, fordert Lux von der Stadt. Reines Abwarten auf erzwungene Dieselfahrverbote schade den mit Schwung begonnenen Arbeiten zum Masterplan „Nachhaltige und emissionsfreie Mobilität in Hagen“.

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