Corona

Schlägerei in Hagen wegen Maskenpflicht im Supermarkt

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Weil ein Supermarktkunde in Hagen keine Corona-Maske tragen wollte, kam es zu einer Schlägerei..

Weil ein Supermarktkunde in Hagen keine Corona-Maske tragen wollte, kam es zu einer Schlägerei..

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Altenhagen.  Weil sich ein Kunde in einem Hagener Supermarkt weigerte, eine Maske zu tragen, kam es zu einer Schlägerei mit einem Mitarbeiter.

Zu einer Schlägerei wegen der Maskenpflicht kam es am Samstagabend in einem Supermarkt in Hagen. Jetzt ermittelt die Polizei Hagen wegen Körperverletzung.

Ein 58-jähriger Kunde betrat das Geschäft im Stadtteil Altenhagen, ohne die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Als ein Mitarbeiter (32) dies über die Videoüberwachung erkannte und den Mann, der inzwischen an der Kasse stand, darum bat, doch bitte eine Maske aufzusetzen, kam es zu einem lautstarken Streit.

Bald wurde aus der verbalen eine körperliche Auseinandersetzung. Während sich die Kontrahenten prügelten, alarmierte eine Kollegin des Mitarbeiters die Polizei. Als der 58-Jährige das Martinshorn des ankommenden Streifenwagens hörte, flüchtete er aus dem Geschäft und rannte davon. Die Beamten konnten ihn jedoch in der Weißenburger Straße stellen.

Keiner der Männer benötigte vor Ort eine ärztliche Behandlung. Die Polizisten leiteten ein Strafverfahren wegen Körperverletzung ein.

Das Verbrechen von Idar-Oberstein

Die Auseinandersetzung weckt Erinnerungen an das Verbrechen von Idar-Oberstein, wo am Samstagabend in einem Aral-Tankstellen-Shop ein 49-Jähriger einen jungen Kassiere buchstäblich hingerichtet haben soll – weil dieser ihn aufforderte, beim Einkaufen eine Maske zu tragen. Der Fall hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt.

Nach Angaben des Oberstaatsanwalts Kai Fuhrmann war der geständige Täter zuvor polizeilich nicht in Erscheinung getreten. Als Motiv hatte der mutmaßliche Täter demnach angegeben, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne und sich durch die Situation in der Pandemie stark belastet fühle. Wie Fuhrmann erklärte, habe sich der Täter „in die Ecke gedrängt“ gefühlt und „ein Zeichen setzen wollen“.

Die Gefühle des Täters musste der Kassierer, ein 20 Jahre alter Student, der als Aushilfskraft in der Tankstelle arbeitete, mit dem Leben bezahlen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wollte der mutmaßliche Täter zwei Sechserpack Bier kaufen, ohne dabei die vorgeschriebene Maske zu tragen.

Er zog eine Waffe und schoss dem Kassierer in den Kopf. Der Student starb, der Täter wurde festgenommen.

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