Kultur in Hagen

Schlossspiel-Verein springt Theater an der Volme zur Seite

Das Theater an der Volme ist wegen der Corona-Krise  aktuell geschlossen.

Das Theater an der Volme ist wegen der Corona-Krise aktuell geschlossen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hohenlimburg.  Die Hagener Kulturschaffenden stehen sich in der Corona-Krise gegenseitig bei. Der Schlossspielverein hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

Als Dario Weberg, zusammen mit Indra Janorschke seit vielen Jahren Betreiber des kleinen „Theaters an der Volme“ auf dem Elbersgelände und darüber hinaus verantwortlicher Leiter der Hohenlimburger Schlossspiele, Anfang des Jahres 2020 das Motto „ZusammenHalt“ für die 66. Schlosspiel-Spielzeit kreierte, ahnte er nicht, welche Bedeutung dieses Wortspiel einmal bekommen sollte. Seit Wochenmitte sind es nämlich die Mitglieder des Freundeskreises Schlossspiele, die dieses Motto mit Leben füllen und im wahrsten Sinne des Wortes Taten folgen lassen.

Denn seit dem 13. März dürfen aufgrund der Coronavirus-Krise im Theater an der Volme keine Aufführungen mehr gespielt werden (unsere Zeitung berichtete). Das heißt, dass Indra Janorschke und Dario Weberg bei laufenden Kosten keine Einnahmen mehr verzeichnen. Im Klartext: Die Existenz des Theaters ist gefährdet. In dieser ebenso schwierigen wie bedrohlichen Phase ist der Vorstand des Freundeskreises Schlossspiele initiativ geworden.

Kurzfristig will man der Klein-Bühne finanziell zur Seite springen

Namentlich Carsten Kunz (1. Vorsitzender) und Elke Adomeit (Geschäftsführerin) rufen nämlich alle Mitglieder und Förderer des Vereins und darüber hinaus natürlich alle Freunde des Theaters an der Volme zu einer Spendenaktion auf. „Wir wollen in schwierigen Zeiten ein Zeichen der Solidarität setzen, schließlich sind Dario und Indra mehr als Kooperationspartner unseres Vereins. Sie sind Freunde“, hofft Carsten Kunz auf eine breite Phalanx an Unterstützern, um den beiden Theater-Betreibern kurzfristig aus der finanziellen Bredouille zu helfen.

Darüber hinaus ist das Theater ein wichtiger Standort für den Freundeskreis. Denn mehr als 20 Proben des Topacts eines jeden Jahres, in diesem Jahr eine Komödie, finden am Elbersufer statt. Carsten Kunz: „Im Schlossgarten wird vor der Premiere nur drei- oder viermal geprobt.“

Einladung an alle Spender zu einer Vorstellung im Theater an der Volme

Dario Weberg zeigt sich über diese Solidarität natürlich sehr erfreut und verspricht: „Schon bald nach Beendigung der Coronavirus-Krise laden Indra und ich alle Spender zu einer Sondervorstellung ins Theater an der Volme ein.“ Dieses verlockende Angebot lässt Carsten Kunz hoffen, dass möglichst viele Kulturfreunde dem Freundeskreis-Aufruf folgen. „Wer Dario Weberg und Indra Janorschke kennt, der weiß, dass diese Sondervorstellung ein unvergesslicher Moment werden wird. Wir freuen uns schon jetzt auf den Abend und zählen auf die Solidarität unserer Mitglieder.“

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