Insolvenz

Schock vor Ostern: 50 Max-Moritz-Mitarbeiter müssen gehen

VW-Autohaus Max Moritz an der Weststraße in Hagen-Vorhalle: Viele Verwaltungsmitarbeiter müssen gehen.

VW-Autohaus Max Moritz an der Weststraße in Hagen-Vorhalle: Viele Verwaltungsmitarbeiter müssen gehen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Das hatten die Mitarbeiter des insolventen VW-Autohauses Max Moritz nicht erwartet: Nach der Übernahme durch Schultz verlieren viele ihren Job.

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Bittere Nachricht kurz vor Ostern für knapp 50 Mitarbeiter des insolventen Autohauses Max Moritz in Hagen. Sie werden nach Informationen der Westfalenpost ihren Arbeitsplatz verlieren. Dies ist eine Folge der Übernahme durch die Schultz-Gruppe aus Ratingen.

Schultz-Gruppe will in der Verwaltung drastisch sparen

Dass das Unternehmen, das nach eigenen Angaben der größte VW-Händler Deutschlands ist, zum 1. Mai der neue Besitzer wird (die WP berichtet bereits am Dienstag), wurde zwar am Karfreitag noch immer nicht offiziell bestätigt. Eine entsprechende Anfrage zu der Übernahme und es Arbeitsplatzabbau ließ Noch-Besitzer Burkard Weller trotz einer angekündigten Rückmeldung zwar unbeantwortet. Nach Informationen unserer Zeitung wurden die Betroffenen aber am Donnerstag informiert.

Die Schultz-Gruppe will offensichtlich drastisch bei der Verwaltung sparen und diese Aufgaben zentralisieren. Denn in Hagen - hier werden am Vorhaller Kreisel VW, Audi und Skoda angeboten - sind wohl ausschließlich Verwaltungsmitarbeiter von dem Arbeitsplatzabbau betroffen.

Im Dezember hatte Burkhard Weller, Eigentümer der Weller-Gruppe, das Insolvenzverfahren in Eigenregie für die elf Max-Moritz-Autohäuser in Hagen, Soest, Bielefeld und Ostfriesland beantragt.

Ziel war immer, alle Autohäuser zu verkaufen

Erklärtes Ziel war von Beginn an, alle Autohäuser zu verkaufen. In Norddeutschland und in Ostwestfalen ist das inzwischen auch gelungen. Schwieriger gestaltete sich der Verkauf der Autohäuser in Hagen und Soest. Für den Standort Hagen galt zunächst ein VW Händler aus dem Ruhrgebiet als Favorit, doch die Gespräche scheiterten. Dann kam die Schultz-Gruppe ins Spiel.

Mit 27 Autohäusern an Rhein und Ruhr gilt das Unternehmen als Riese auf dem Automarkt. Dementsprechend will der neue Besitzer nun wohl auch die Synergie-Effekte nutzen. Trotzdem hatte Noch-Besitzer Burkhard Weller noch am Wochenanfang gegenüber der WP erklärt, dass davon auszugehen sein, dass der neue Besitzer alle Mitarbeiter in Hagen benötigen werde - dabei aber die Bedeutung der „operativen Mitarbeiter“, also insbesondere der Mechaniker betont. Der größere Arbeitsplatzabbau am Vorhaller Kreisel kommt aber nun dennoch überraschend.

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