Bildung

Schüler aus Hagen entwerfen Trikots für die Roosters

Die Schüler des Berufskollegs entwerfen die Eishockey-Trikots.

Die Schüler des Berufskollegs entwerfen die Eishockey-Trikots.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Schüler des Berufskollegs Cuno II entwerfen die Trikots der Iserlohn Roosters für die Eishockey-Spielzeit 2017/18. Die Fans dürfen mit abstimmen.

Die Bedeutung der Phoenix-Basketballer für die Stadt Hagen ist in etwa zu vergleichen mit der Wertschätzung, die dem Eishockeyclub Iserlohn Roosters in seiner Heimatstadt entgegengebracht wird. „Die ganze Stadt steht voll hinter diesem Verein“, hat Simon Vogel (24) festgestellt. Umso mehr dürfen er und seine Mitschüler aus dem Bildungsgang der Gestaltungstechnischen Assistenten am Berufskolleg Cuno II es als Ehre empfinden, dass sie die Roosters-Trikots für die Saison 2017/18 entwerfen dürfen. Herausgekommen sind mehrere Modelle, die von Mitarbeitern der Roosters-Geschäftsstelle bereits in Augenschein genommen wurden. „Die Trikots werden anschließend der Fangemeinde über Facebook zur Abstimmung freigegeben und das Siegertrikot bei der Deutschen Eishockey-Liga zur Genehmigung vorgelegt“, erläutert Roland Heuel, Lehrer am Cuno II, die weitere Prozedur.

Genauer gesagt sind es drei Trikots, die die Cuno-Schüler zunächst zeichnerisch entworfen und sodann mittels eines Grafikprogramms entwickelt haben: ein Heim-, ein Auswärts- und ein Ausweichtrikot. In Anlehnung an die Vereinsfarben der Roosters (blau-weiß) dominiert beim Heimtrikot ein blauer Grundton, doch mindestens ebenso wichtig war es den Schülern, die Dynamik, die sich in einer Eishockeypartie entlädt, zu transportieren. „Wir waren in Iserlohn, um uns ein Spiel anzugucken und die Atmosphäre auf uns wirken zu lassen“, beschreibt Simon Vogel den Vorbereitungsprozess. Weil im Team der Roosters viele Kanadier stehen, fand ein Ahornblatt, das Symbol des nordamerikanischen Staates, Platz auf dem Trikot, zahlreiche vieleckige Splitter symbolisieren das Eis und zugleich die Aggressivität dieser schnellen Sportart.

Nähe zu den Fans

Während sich Simon Vogel und Patrick Füllbeck (18) bei der Gestaltung einig waren, dass neben der Trikotnummer auch der Mannschaftsname „Iserlohn Roosters“ auf dem Sporthemd Berücksichtigung finden müssten, mussten die Schultern und andere Bereiche, die an Werbepartner vermarktet werden, frei bleiben.

Der Eishockeyclub aus der Hagener Nachbarstadt will mit der Trikot-Aktion Nähe zu seinen Fans demonstrieren. Denn die Entwürfe der Cuno-Schüler werden demnächst in der Märkischen Bank in der Rathaus-Galerie ausgestellt, ehe die Anhänger im Internet darüber mitbestimmen dürfen, in welchem Trikot die Roosters in der kommenden Spielzeit aufs Eis laufen werden. Die letzte Entscheidung behält sich zwar der Verein vor: „Aber große Abweichungen vom ursprünglichen Entwurf wird es nicht mehr geben“, verspricht Jennifer Klanthe aus der Roosters-Geschäftsstelle in Iserlohn.

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