Zuwanderer-Schule

Schule für Flüchtlinge schließt – Kritik an Bezirksregierung

Die Schule für Zuwanderer-Kinder an der Berchumer Straße in Halden wird geschlossen. Die Bezirksregierung wehrt sich gegen Kritik.

Foto: Archiv/Kleinrensing

Die Schule für Zuwanderer-Kinder an der Berchumer Straße in Halden wird geschlossen. Die Bezirksregierung wehrt sich gegen Kritik. Foto: Archiv/Kleinrensing

Hagen.   Die Zuwanderer-Schule in Hagen, in der Flüchtlingskinder separat unterrichtet werden, schließt. Die Bezirksregierung wehrt sich gegen Kritik.

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Die Bezirksregierung wehrt sich gegen die vehemente Kritik, die die beabsichtigte Schließung der Zuwandererschule an der Berchumer Straße in Halden nach sich gezogen hat.

Das Projekt sei von Anfang an als zeitlich befristete Ausnahme gekennzeichnet gewesen, so die Behörde. Auch zukünftig werde die Beschulung von neu zugewanderten Schülern getrennt von anderen Kindern und Jugendlichen nur eine „Ultima Ratio“ sein, wenn alle anderen Möglichkeiten für eine integrative Beschulung nicht vorhanden seien.

Stadt hat jetzt ausreichend Schulräume

Die Unterbringung der sechs ausschließlich von neu zugewanderten Schülern besuchten Klassen in Halden sei nur vor dem Hintergrund zu Stande gekommen, dass die Stadt Hagen ihrer Beschulungsverpflichtung für zugewanderte Kinder und Jugendliche nicht nachkommen konnte.

Inzwischen habe die Stadt jedoch ihre Schulentwicklungsplanung und ihr Raumkonzept fortgeschrieben. Daraus gehe hervor, dass genügend Schulraum vorhanden sei und der Standort an der Berchumer Straße nicht mehr erforderlich sei, so die Bezirksregierung.

Einige Schüler besuchen bereits Regelklassen

Aufgrund ihrer Lernfortschritte würden zwischenzeitlich bereits jetzt einige Schüler der Berchumer Straße in Regelklassen unterrichtet. Für alle anderen Schüler habe die Schulaufsicht zum Schuljahr 2018/19 individuelle Lösungen für den Übergang gefunden. Kriterien seien neben Lernfortschritt und Leistungsniveau auch persönlichen Beziehungen untereinander. Viele Lehrkräfte würden die Kinder weiterhin unterrichten, um Kontinuität zu gewährleisten.

Das Erlernen der deutschen Sprache sei zweifellos eine Grundvoraussetzung für eine gelingende Integration, deren Ziel jedoch bleiben müsse, allen Schülern Kontakt zueinander und Begegnung miteinander zu ermöglichen.

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