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Sechsfacher Vater ist neuer Radiologie-Chefarzt am AKH Hagen

PD Dr. med. Jens-Christian Altenbernd, Chefarzt der Klinik für Radiologie am Agaplesion Allgemeinen Krankenhaus Hagen

PD Dr. med. Jens-Christian Altenbernd, Chefarzt der Klinik für Radiologie am Agaplesion Allgemeinen Krankenhaus Hagen

Foto: Agaplesion AKH

Hagen.  Sechsfacher Vater und viele Ideen. Johannes Kirchner ist neuer Chefarzt am AKH in Hagen. Er will die radiologische Behandlung ausbauen.

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Die Klinik für Radiologie am Agaplesion Allgemeinen Krankenhaus Hagen (AKH) hat einen neuen Chefarzt: Ab sofort übernimmt Privatdozent Dr. med. Jens-Christian Altenbernd die Leitung dieses Schnittstellenbereiches. Der 46-Jährige folgt damit Prof. Dr. med. Johannes Kirchner, der das Haus – so das AKH – auf eigenen Wunsch und im gegenseitigen Einvernehmen verlassen habe, um sich beruflich anderen Aufgaben zu widmen.

„Wir freuen uns, dass wir mit Dr. Altenbernd einen so exzellenten Radiologen für unser Haus gewinnen konnten, der in diesem so wichtigen Bereich neue Impulse setzen wird“, erklärte Georg Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung, zur Begrüßung. Als gebürtiger Wattenscheider ist Altenbernd ein Kind des Ruhrgebiets.

Neben seiner Habilitation am Essener Universitätsklinikum waren Krankenhäuser in Dortmund, Recklinghausen und Bochum weitere Stationen seines beruflichen Werdegangs. Zuletzt war er als Chefarzt der Radiologie in einem Hammer Krankenhaus tätig. Zudem ist Altenbernd zertifiziertes Mitglied der europäischen Vereinigung interventioneller Radiologen (EBIR) und Mitglied weiterer diverser nationaler und internationaler radiologischen Verbände.

Verträglich behandeln

Für seine neue Tätigkeit in Hagen hat er die Ziele schon fest im Blick: „Interventionen sind meine Leidenschaft“, sagt Altenbernd über sich selbst; und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass er den Bereich der interventionellen Radiologie in Hagen weiter ausbauen möchte – also jenem Teilbereich der Radiologie, bei dem es nicht ausschließlich um die Diagnose, sondern auch um Therapien beziehungsweise Behandlungsmöglichkeiten mittels der radiologischen Technik geht.

So können Arterien und Venen im gesamten Körper bei Verengungen oder Verschlüssen verträglich behandelt werden, Tumore zum Beispiel der Leber gezielt mit Medikamenten oder durch Erhitzung therapiert werden oder bei Patienten mit Leberzirrhose und Bauchwassersucht/Speiseröhrenkrampfadern spezielle Stents in der Leber platziert werden. Die Radiologie sei abwechslungsreich und sehr innovativ, beschreibt der Experte die Vorzüge seines Fachgebietes, „das macht es so interessant.“

Mit Radiologie Schlaganfall behandeln

Neben der Intervention ist auch die Neuroradiologie ein weiteres Steckenpferd des neuen Chefarztes. Auch hier möchte Altenbernd neue Behandlungsoptionen am AKH etablieren und so beispielsweise den Bereich der neuroradiologischen Schlaganfallbehandlung mittels mechanischer Entfernung des Blutgerinnsels aus den Kopfarterien einführen und Gehirnarterienaneurysmen zusammen mit der Neurochirurgie des Agaplesion Bethesda Krankenhauses in Wuppertal behandeln.

Diese Möglichkeit war es auch, die ihn nach Hagen gelockt hat. „Das AKH bietet ein interessantes medizinisches Spektrum mit der Option, hier eine Neuroradiologie aufzubauen. Das hat mich sehr gereizt“, erklärt der Radiologie-Spezialist seine Beweggründe. Die Neuroradiologie habe die Schlaganfallbehandlung in den vergangenen Jahren revolutionieren können, dies sei vergleichbar mit der Erfindung des Herzkatheters. Diese Möglichkeit soll nun bald auch Hagener Patientinnen und Patienten des AKH zur Verfügung stehen.

Zur Person:

Wenn er nicht als Radiologe arbeitet, schwingt sich der Vater von sechs Kindern, der heute in Witten lebt, gerne aufs Fahrrad oder geht ins Stadion zum BVB.

So freut er sich nun auch, seinen Arbeitsweg mit dem Rad bewältigen zu können. „Das ist ein toller Ausgleich für den Job. Darüber hinaus liest er gerne, am liebsten Zeitung.

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