Atelier 23 in Hagen

Seit 2012: Ausstellung lockt Sammler aus der ganzen Region

| Lesedauer: 3 Minuten
Freut sich, zahlreiche Kunstinteressierte und Sammler im „Atelier 23“ in Hagen begrüßen zu können - Bernhard Paura.

Freut sich, zahlreiche Kunstinteressierte und Sammler im „Atelier 23“ in Hagen begrüßen zu können - Bernhard Paura.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Längst kein Geheimtipp mehr: Bernhard Paura präsentiert in seinem Atelier in Hagen Arbeiten von 50 Künstlern. Was die Werke kosten.

„Einige Leute fragen mich schon im Sommer, ob ich die Ausstellung wieder mache“, lächelt Bernhard Paura bescheiden. Der 83-Jährige spielt damit auf die Ausstellung „Bilder aus Hagener Sammlungen“ an, die er zum mittlerweile zehnten Mal auf die Beine stellt.

Die Ausstellung im „Atelier 23“ in der Bülowstraße 23 ist längst kein Geheimtipp mehr. Sammler und Kunstinteressierte aus Hagen und der ganzen Region kommen stets an einem Sonntag im Advent zu Bernhard Paura, um die Arbeiten von etlichen Künstlern zu inspizieren und zu kaufen.

In diesem Jahr präsentiert Paura, selbst Künstler und Sammler, ab Sonntag, 27. November, knapp 100 Arbeiten von 50 Künstlern. „Ein Großteil der Künstler stammt oder stammte aus Hagen“, sagt Paura stolz. Sein Anliegen: „Hagener Künstler sollen nicht in Vergessenheit geraten, das wäre zu schade.“

Auch internationale Künstler sind vertreten

Auch Werke international erfolgreicher Künstler sind in der Bülowstraße zu sehen, wie eine Arbeit des Spaniers Antoni Tapies. Der Prägedruck – ein unterlegtes Notenblatt - wirkt düster, „Tapies thematisiert in seinen Bildern häufig die Auseinandersetzung Spaniens mit dem Baskenland“, erläutert Bernhard Paura.

Eine Lithografie des bekannten spanischen Surrealisten Joan Miro wird für 280 Euro angeboten, ein Siebdruck im Rahmen von Eduardo Paolozzi soll 250 Euro einbringen. „Paolozzi hatte italienische Eltern, er selbst wurde jedoch 1924 in Edinburgh geboren. Der technikaffine Maler und Bildhauer hat in England und Frankreich gelebt“, erklärt der 83-Jährige.

Hagener Künstler sind Pauras Steckenpferd

Aber zurück zu Bernhard Pauras Steckenpferd, den Hagener Künstlern: „Dieses Mal ist viel Baumann dabei“, sagt er und präsentiert sieben Arbeiten des Kunst-im-öffentlichen-Raum-Künstlers Carl Baumann.

Von dem 1926 in Wehringhausen geborenen Schaffenden sind sieben Arbeiten in Öl (die Werke kosten ab 300 Euro) im „Atelier 23“ zu sehen. Auch Bilder der weit über Hagens bekannten Künstler Emil Schumacher undHorst Becking werden angeboten, ebenso wie Arbeiten von Ruth Eckstein, Erwin Hegemann, Ernst Meister und Helwig Pütter.

Welches Bild Bernhard Paura selbst am besten gefällt, sprich, bei welcher Arbeit er selbst schwach werden könnte? Der leidenschaftliche Sammler lächelt: „Diese Lithographie hier von Marino Marini, die einen Reiter auf einem Pferd zeigt, finde ich schon fantastisch.“

Abstrakte Pferdeskulpturen

Der 1901 in Italien geborene und 1980 gestorbene Bildhauer und Grafiker sei in seinem Heimatland ein bedeutender Künstler gewesen, versichert Paura, „er war berühmt für seine abstrakten Pferdeskulpturen“.

Auf seine Jubiläumsausstellung freut sich der in Ostpreußen geborene und seit 1956 in Hagen lebende Bernhard Paura besonders, „ich hätte 2012 nicht gedacht, dass ich zehn Jahre zu ,Bilder aus Hagener Sammlungen’ einlade.“

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