Kriminalität

Sexualstraftäter lernt neues Opfer über Facebook kennen

Der 21-Jährige aus Bochum (hier ein Symbolbild) sitzt nach dem Fall in Hagen nun in Untersuchungshaft.

Foto: Michael Kleinrensing

Der 21-Jährige aus Bochum (hier ein Symbolbild) sitzt nach dem Fall in Hagen nun in Untersuchungshaft.

Hagen/Bochum.   Der vorbestrafte Sexualstraftäter, der versucht haben soll, eine Hagenerin zu vergewaltigen, hat sein Opfer wohl über Facebook kennengelernt.

Der 21-Jährige, der am Wochenende versucht haben soll, eine 23-Jährige an der Donnerkuhle in Hagen zu vergewaltigen, ist nach Informationen dieser Zeitung bereits Mitte 2015 zu einer massiven Jugendstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Und zwar wegen eines Raubüberfalls und einer Sexualstraftat in Norddeutschland.

Selbst diese Angaben wollte das Landeskriminalamt (LKA) gestern nicht bestätigen und auch sonst keinerlei Informationen zu dem 21-Jährigen herausgeben. Der Bochumer, für den ein Richter Untersuchungshaft angeordnet hat, ist im KURS-Programm des Landes, in dem rückfallgefährdete Sexualstraftäter betreut werden. Für dieses ist das LKA zuständig. Dessen Sprecherin Heidi Conzen verweist darauf, dass man generell keine Auskünfte zu KURS-Probanden herausgebe.

Das Programm war zuletzt heftig in die Diskussion geraten, weil ein Teilnehmer ebenfalls rückfällig geworden war und auf einem Bochumer Friedhof eine Frau vergewaltigt hatte. In Hagen gibt es nun also einen weiteren Fall. Die LKA-Sprecherin verweist aber auf den generellen Erfolg des Programms: Die Rückfallquote liege bei nur etwa drei Prozent. Eine völlige Sicherheit gebe es aber nicht. „Die Probanden werden betreut. Aber es gibt keine ständige Bewachung oder Observation.“

Und so hatte der 21-Jährige nach WP-Informationen über Facebook Kontakt zu der 23-Jährigen gesucht. Nach einem Disco-Besuch soll er an einem abgelegen Parkplatz versucht haben, die 23-Jährige gewaltsam in ein Gebüsch zu ziehen. Über sein Facebook-Profil kam die Polizei schnell auf die Identität des 21-Jährigen. Die Ermittler gehen von einer versuchten Vergewaltigung aus.

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