Verkehr

Smiley-Tafeln zeigen positive Wirkung bei Autofahrern

Die Smiley-Anzeige an der Frankfurter Straße soll Autos langsamer machen.

Die Smiley-Anzeige an der Frankfurter Straße soll Autos langsamer machen.

Foto: Jens Stubbe

Breckerfeld.  Das Smiley-Tafel-System hat sich bewährt, die Verkehrsteilnehmer fahren im Bereich der Tafeln deutlicher langsamer. Das freut die Anwohner.

Seit gut sechs Monaten hängt sie über den Köpfen der Fußgänger und wacht über den Straßenverkehr unter ihr: die Smiley-Tafel. Zunächst war sie in Höhe des ehemaligen Geschäfts Hölterhoff befestigt, dann am Hotel Böving in südlicher Fahrtrichtung und zuletzt an der Kreuzung Frankfurter Straße/Ostring.

Weil sich das System bewährt hat, bereitet der Stadtmarketingverein in Breckerfeld jetzt einen neuen vierten Standort für den Smiley vor. An der Einfahrt zur Denkmalstraße in der Unterstadt soll er bald hängen.

Nachdem die vorhandenen Messungen in Frage gestellt wurden, hatte der Kreis in Schwelm an mehreren Stellen in Breckerfeld Verkehrsmessungen mit Traffic-Countern durchgeführt. Die Auswertungen werden nun vom Kreis durchgeführt und stehen dann auch dem Stadtmarketing zu Verfügung.

Simples Prinzip

Das Prinzip der Tafel ist simpel. Wenn ein Autofahrer mit mehr als 30 km/h an der Tafel vorbei fährt, leuchtet ein roter, traurig blickender Smiley auf. Wird langsamer gefahren, erscheint ein grünes, lachendes Gesicht. Diese Smileys sollen dem Verkehrsteilnehmer ein schlechtes Gewissen machen und ihn dazu bewegen, den Fuß vom Gas zu nehmen, wenn er auf die Tafel zufährt.

Dass dieses System funktioniert, ist allen klar. So gefällt es den Bürgern, dass die gefahrene Geschwindigkeit für alle sichtbar gemacht wird. Auch Hotelbesitzer Ernst-Günter Böving, der die Anschaffung der Tafel über das Stadtmarketing initiiert hat, ist von dem Smiley-System überzeugt. „Man kann beobachten, dass der Gegenverkehr, welcher nicht durch die grün und rot aufleutenden Gesichter beeinflusst wird, meist doppelt so schnell fährt wie erlaubt.“ Zulässig sind 30 Stundenkilometer.

Unübersichtliche Stelle

Momentan hängt die Tafel an der engsten Stelle der Innenstadt. Dort, wo von der Frankfurter Straße der Ostring abgeht, „bewacht“ sie die unübersichtliche Stelle. Und sorgt damit dafür, dass nicht zu schnell gefahren wird und auf den engen Bürgersteigen niemand zu Schaden kommt.

Ernst-Günter Böving ist der Meinung, dass die Tafel dort genau richtig hängt. „Die schmalen Bürgersteige und großen landwirtschaftlichen Maschinen sorgen an dieser engen Stelle für ein großes Gefahrenpotenzial.“ Oft werde diese Stelle im Reißverschlussverfahren überwunden. Das wäre zu vermeiden, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h halten würden.

Und es gibt einen weiteren positiven Effekt: An den Stellen, an denen die Tafeln hängen, ist das mobile Blitzen des EN-Kreises überflüssig geworden.

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